Des Todes süssen Worte von Shikyo (20 Klicks)
Auch wenn ich mir durchaus bewusst bin, dass man ältere Werke, der Leserschaft zuliebe, nicht veröffentlichen sollte - es sei denn, man ist bereits erfolgreich genug, um sich dies zu erlauben - überkam mich das Verlangen, das hier teilen zu wollen. Es ist im Mai 2004 entstanden; Anlass dazu war ein PoS-Wettbewerb zum Thema *Tod einer Gefährtin* - oder wenigstens so in etwa, wenn ich mich recht besinne. Ich habe lediglich einige wenige Passagen geändert, da sie grammatikalisch nicht in Ordnung waren; ansonsten ist es aber noch das Original. Verzeiht, wenn die Syntax und die Wortwahl manchmal ein wenig ausgefallen scheinen - ich war damals noch ein blutjunges Ding von 13 Jahren.

Du liegst in meinen Armen
Dein Blick ganz leer
Gott, hab doch Erbarmen
Ohne dich will ich leben nicht mehr

Dunkelheit uns umhüllt
Mein Herz schmerzt so sehr
Meine Gefühle ganz aufgewühlt
Wenn der Pfeil nur nicht gewesen wär

Blut strömt an mir herunter
Es brennt auf meiner Haut
In mir gehts rauf und runter
Ich schreie, ja, schreie laut

Ich stelle mir wieder die Frage gleich
Wieso tust du mir das an?
Ich dir nicht mehr von der Seite weich
Was soll ich nur tun sodann?

Was soll ich nur tun ohne dich?
Du, die hat gegeben meinem Leben Licht
Du warst alles, alles für mich
Und trotzdem hast du es bemerkt nicht

Ich konnte es dir nicht sagen
Ehe du gegangen bist
Jetzt muss ich hier klagen
Es ist des Schicksals List

Ja, nun bist du fort
Weg für immer
An einem schönen Ort
Zurück bleibt mein Gewimmer

Hast du es schön im Himmel dort?
Siehst du die Engel schweben?
Oder bist du beim dunklen Lord?
Hättest mir dein Leben nur nicht gegeben!

Spürst du meinen Schmerz?
Hörst du mein Flehn?
Hast du noch ein Herz?
Werden wir uns wiedersehn?

Ich will nicht leben ohne dich
Jeden Tag ich sonst dunkle Tränen wein
Ich will aber nicht grämen mich
Will nicht traurig sein

Ich sollte lächeln für dich, dich allein
So sagtest du es mir
Aber nun kann ich nicht mehr lachen, nein
Oh bitte, nimm mich mit zu dir!

Ich erblicke dein Schwert
Es liegt in deiner Hand
Ich zücke es ganz unbeschwert
Streiche noch mal über dein Gewand

Berühre sanft dein Haar
Seh dich ein letztes Mal noch an
Das ist kein Traum, das ist wahr
Ich tu es jetzt, nicht irgendwann

Das Schwert, ich stoss kräftig zu
Schmerz durchzuckt mein Körper gleich
Und schon seh ich Blut im Nu
Ich sink zu Boden, meine Knie weich

Ein Lächeln auf meinen Lippen leicht
Nehme dich in den Arm erneut
Gott, hab ich dein Herz erweicht?
Ich sehe hoch erfreut

Himmel, tu dich auf
Verschling mich ganz und gar
Den Tod nehm ich für dich in Kauf
Stellt das Liebe dar?

Umarme dich fest, lasse nicht los
Will es dir jetzt sagen
Wieso konnt ich es nicht früher aussprechen bloss?
Wieso konnt ich es da nicht wagen?

Ich liebe dich, liebe dich sehr!
Das ist doch leicht gesagt
Doch nun bist du hier nicht mehr
Von Schuldgefühlen ich werde geplagt

Du bist gegangen, einfach so
Hast mich verlassen
Bist an nem andren Ort, irgendwo
Kannst meine Worte nicht länger erfassen

Es tut weh, so weh
Schlimmer jedoch der Anblick deines Blutes rot
Ich breche gleich zusammen, oh weh
Welch überaus süsser Tod

Ich bin ganz sicher mir
Im Tode vereint fühl ich glücklich mich
So warte, ich komm zu dir
*Oh Uranus, ich liebe d...*
Dieses Werk wurde am 20.11.2007 01:44 Uhr eingereicht