Royal Legacy Teil 6 von Tiara
Beratung
Die Schulstunde schien einfach kein Ende zu nehmen. Sogar Ami nahm ihren Füller in der Hand und tippte damit immer wieder ungeduldig auf den Tisch. Selbst als der Lehrer sie anwies, mit dem Klopfen aufzuhören, legte sie ihn erst kurze Zeit später weg und man hörte einen Seufzer von ihr, als endlich die Glocke läutete. Minako, Makoto und Ami warfen sich die Schultaschen auf die Schultern und verließen schleunigst das Schulzimmer. Minako rief Naru noch ein „Wir sehen uns morgen.“ zu und war schon verschwunden. Naru kannte die meisten Schüler hier schon aus ihrer früheren Schule und wandte sich an Taiya, Miharu und Sakura. „Die drei scheinen etwas vor zu haben. Tut mir leid. Ich dachte wir könnten mit ihnen heute etwas unternehmen.“ Naru hatte den dreien von Bunny und ihrer Truppe erzählt. Taiya zuckte mit den Schultern. „Ich hätte ohnehin keine Zeit. Meine Tante wartet draussen vermutlich schon auf mich.“ Sakura sagte ebenfalls. „ Ich habe jetzt auch gleich noch einen Kurs, ich habe auch keine Zeit.“ Naru ging mit den dreien hinaus und sah mit Miharu und Sakura zu, wie Taiya abgeholt wurde, dann ging Sakura zurück ins Schulgebäude. „Ich muss jetzt auch gehen. Ich sollte am ersten Tag nicht so lange weg sein.“ Miharu verabschiedete sich und Naru begann durch die Gegend zu schlendern. So hatte sie sich ihren ersten Schultag absolut nicht vorgestellt. Sie ging ein Stück, als sie plötzlich ein seltsames Gefühl verspürte. Misstrauisch sah sie sich um, doch entdeckte sie nicht die grünhaarige Gestalt, die sie aus den Bäumen heraus beobachtete. Als sie plötzlich mit einen kräftigen Stoß auf dem Boden landete. „Au! Pass doch auf.“ Sie sah hoch und sah sich Bunny gegenüber, die ebenfalls auf dem Boden saß. „Bunny!“ Usagi hielt sich noch immer den Kopf und erkannte Naru erst jetzt. „Naru! Ich dachte du bist noch in Amerika!“ Anders als Bunny die Prüfungen für die Juuban Gakuen Schule zu machen, hatte Naru beschlossen ein Jahr nach Amerika zu gehen.
Naru lachte vielsagend. „Nach meinem Jahr in Amerika, wollte ich wieder zurück nach Tokyo. Ich musste zwar ein paar Prüfungen machen, aber schließlich konnte ich die fehlende Klasse überspringen. Während den Prüfungen habe ich drei super nette Mädchen kennen gelernt. Ich wollte sie euch heute in der Schule vorstellen, aber du warst nicht da.“ Naru sah Bunny neugierig an. „Minako meinte, du wärest auf einen Ausflug.“ Bunny kratzte sich nachdenklich am Kopf und lächelte verlegen. „Ich war auf einer Exkursion, aber die schon vorbei. Ich musste nur noch einige Dinge nachsehen.“ Naru sah Bunny sofort an, dass sie etwas verbarg. Bunny alleine auf einen Ausflug und dazu noch etwas freiwillig lernen? Völlig ausgeschlossen! Aber vielleicht war es klüger nicht danach zu fragen. „Ami, Makoto und Minako schienen es ziemlich eilig zu haben. Hattet ihr was vor?“ Bunny weitete erschrocken ihre Augen. Sie hatte Luna, Artemis und Diana zum Tempel geschickt und ihnen gesagt, sie würde gleich nachkommen. Sie hatte vorgehabt sich über Avalon schlau zu machen, doch sie hatte völlig die Zeit vergessen. „Oh, verdammt. Ich muss weg. Wir sehen uns morgen in der Schule.“ Und dann ließ sie Naru in einer Staubwolke stehen, lief mit Höchstgeschwindigkeit den Weg entlang und verschwand hinter der nächsten Biegung.
„Irgendwann bringe ich sie um.“ Reis Kopf war knallrot. Sie warteten jetzt schon gut eine halbe Stunde auf Bunny. Es war zwar nichts neues, dass sie sich verspätete, aber es brachte einen doch zur Weißglut. Setsuna, Haruka und Michiru saßen in einer Ecke und unterhielten sich leise. Sie waren nur hergekommen, weil sie sich Bunnys Geschichte anhören wollten und hielten eigentlich nichts von dieser Zeitverschwendung. Während dessen unterhielt sich Hotaru nicht weit davon entfernt mit den anderen. Die Tatsache, dass Hotaru jetzt mit Chibiusa in die Klasse ging war eine riesengroße Überraschung gewesen. Hotaru hatte erzählt, dass sie schon eine Weile mit diesem Gedanken gespielt hatte. Sie besaß fast alle Erinnerungen aus ihrem ersten Leben und trotz der Reife, die auch die anderen Outers hatten, die nun studierten, steckte sie im Körper eines Kindes. Doch ihr war klar geworden, dass sie das ungewöhnliche Geschenk einer zweiten Kindheit erhalten hatte, was sie nicht vergeuden wollte. Und da ihr Körper nun etwa Chibiusas Alter hatte, war der nächste logische Schritt gewesen, auf ihre Schule zu gehen. „Abgesehen davon, ist es sicher gut, dass jemand bei Chibiusa ist. Vor allem, da nun ein unbekannter Gegner auf uns zukommt.“ Das war das Argument gewesen, mit dem Hotaru Haruka und die anderen überzeugt hatte, welche zunächst genauso wie Michiru skeptisch auf Hotarus Vorschlag reagiert hatte. Das Thema war gar noch nicht lange angesprochen, als man draussen ein lautes Trampeln hörte. Kurze Zeit später wurde die Tür aufgerissen und Bunny stand völlig ausser Atem davor. „Tut mir schrecklich leid. Ich habs vergessen.“ Die Antwort war ein Stöhnen von Minako.
Rei war nahe am Platzen, als sich Bunny schnell setzte und ihre Brosche sowie den Elbenumhang auf den Tisch legte. Dann begann sie schnell zu erzählen um Reis Gardinenpredigt abzuwenden. Niemand unterbrach sie. Schließlich endete sie bei dem Angriff des Glaswesens und dem Albtraum, den sie gestern Nacht hatte.
„Und du bist sicher, dass du das alles nicht geträumt hast? Avalon ist ein Märchen, genauso wie Elben. Habe in England gelebt, da hört man diese Geschichten sehr oft.“ Minako sah sie skeptisch an. „Dann habe ich mir dieses Glaswesen wohl auch eingebildet, genauso wie dass ich einen ganzen Tag verschwunden war, oder wie?“ schnaubte sie Bunny an.
Ami ignorierte die beginnende Streiterei. „Da wir aber weder wissen, wo Avalon liegt, noch wer diese Elune wirklich ist, sollten wir uns auf das konzentrieren, was sie uns mitgegeben hat.“
Bunny nickte zustimmend und ließ die Schmetterlinge erscheinen. Die Bunten Falter tänzelten in der Luft. „Habt ihr eine Ahnung wer diese fehlende Krieger sein könnten?“ fragte sie die Outers, die bislang wortlos zugehört hatten. „Alle uns bekannten Krieger sind hier. Ursprünglich waren wir allerdings weniger.“Setsuna sah zu Chibiusa und Hotaru hinüber. „Es wäre durchaus möglich, dass es weitere Krieger gibt, von denen wir nichts wissen. Meine Erinnerungen sind, was diese Zeit angeht, sehr verschwommen.“ Setsuna zuckte ratlos mit der Schulter und sah wieder zu den Schmetterlingen.
„Elune meinte doch, die Maske könnte uns helfen, oder?“ ergriff Ami wieder das Wort. „Ja, sie meinte auch, Minako hätte einen Spiegel, der auch hilfreich wäre, doch ich wusste nicht, was sie meinte.“ Fragend sah Bunny zu Minako hinüber, wie auch jeder andere im Raum. Dann, als wäre endlich der Groschen gefallen, sprang Minako auf. „Sie meint meinen Halbmondspiegel. Der liegt bei mir Zuhause. Den habe ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr benutzt!“ Ein freudiges Geplapper folgte. Schließlich erhoben sich die Outers bis auf Hotaru um zu gehen. Alle Neuigkeiten waren ausgetauscht und nun würden sie die Probleme wieder auf ihre Art lösen. Beim Hinausgehen hörten sie allerdings einen erstaunten Aufschrei von Bunny. Offenbar hatte Chibiusa ihr von ihrer neuen Klassenkameradin erzählt.
Dieses Werk wurde am 12.02.2008 20:03 Uhr eingereicht und wurde bereits 0mal bewertet.
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