Schlafende Schönheit von Cassidy
Text vom 13.TextWB : *Schreibe eine Geschichte mit den Senshi als Märchenfiguren.*


Der Schlaf ist der Bruder des Todes.
- Griechisches Sprichwort



Es war einmal, vor Anbeginn der Zeit, an einem ort der nicht existierte ein Königreich. Ein immerwährender Frühling herrschte dort. Die Blätter der Bäume rauschten im Winde während die Kinder um sie herum ihre Tänze aufführten. Die Blumen lockten mit prächtigen Farben, sodass sogar ein Regenbogen sich zu ihnen herabließ um mit ihnen zu strahlen. Die Menschen waren glücklich- alle, bis auf das Königspaar.

Seit langer zeit wünschten sie sich ein Kind um ihren Leben einen Sinn zu geben und um die wahre Freude des Daseins zu erleben. Lange blieb ihnen dieser Wunsch verwehrt, bis eines Tages die Königin alleine im Garten sich liebevoll um die Mondblumen kümmerte.
Es geschah nämlich, dass zu dieser Zeit auf der weißen perle der Galaxie ein Mädchen geboren wurde. Die Mondprinzessin. Glücklich über dieses wundervolle Geschenk des Schicksals entschloss sich die Königin des weißen Mondes ihr Glück zu teilen. So erhörte sie die Gebete aus dem königreich des immerwährenden Frühlings, an einem ort, der nicht existierte.
So begannen die Mondblumen zu leuchten und aus dem silbernen Licht erklang eine sanfte Stimme: Weine nicht, du, die du dich so liebevoll um meine Blumen kümmerst. Der Kristall meiner Heimat wird dir deinen Wunsch erfüllen und dir ein neues leben in die Hände legen. Mögest du dich um die Seele deines Kindes genauso liebevoll kümmern wie um die, dieser Blumen!

Und so geschah es, dass die Königin schon bald ein Kind zur Welt brachte. Es war ein Mädchen mit Augen wie die Blütenblätter einer schwarzen Tulpe, die Haut so weiß wie der Schnee, den die Menschen dieses Ortes niemals kannten und die Haare schwärzer als das Nichts. Für die Königsfamilie war dieses Kind, obwohl es so anders war als der immerwährende Frühling, das größte Glück. Und so nannten sie es Hotaru, wie das Glühwürmchen. Den sie war für sie das Licht, das in der schwärzesten nacht hell leuchtete.

Zur Ehre der kleinen Prinzessin veranstaltete das Königreich ein großes Fest. Nicht nur das ganze Volk war eingeladen, nein auch die drei weisen Feen, die jenseits der Grenzen kamen waren eingeladen. Es waren die Fee des Wassers Neptun, die Fee des Windes Uranus und die Fee der zeit Pluto. Die drei Feen sollten die Patinnen der kleinen Prinzessin werden und so sprach jede von ihnen einen Wunsch für die Prinzessin. Neptun sang: Möge dir die kraft gegeben sein die Wunden einer reinen Seele zu heilen! Ein feiner Staub glitzerte über die Königstochter herab und brachte das schlafende Kind zum Niesen. Die zweite Fee Uranus lächelte über dieses unschuldige Gesicht und herab ebenfalls ihren Zauberstab Meine süße Prinzessin ich schenke dir die Kraft den ewigen Frühling, das Symbol des Neubeginns und Lebens zu hüten und zu beschützen, sprach sie und für einen Augenblick leuchtete das Kind in einem schimmerten violettem Ton, gleichsam dem Abendhimmel wenn sich ein Sturm nähert, auf. Und die dritte Fee, die Fee der Zeit trat an die goldene Kinderwiege heran: Kleine Jungfrau, die Gabe die ich dir schenke sei-

Doch plötzlich erhob sich ein kalter Wind im Königsschloss und es wurde dunkel. Mitten im Königssaal, vor dem Throne der Königsfamilie leuchtete ein schwarzer Stern auf! Es war die böse Fee, die in den Schatten die nicht existierten lebte- die böse Mistress Malefiz! Lange schwarze Haare umspielten einen dunkelblauen Mantel, der sich weit über den Boden ausbreitete. Ein enges schwarzes Kleid umschlang den kalten Körper und Augen, so kalt und schwarz wie der Abgrund eines leeren Brunnens blitzten im Dunklen auf. Was wollen sie hier Mistress Malefiz! Sie wurden nicht eingeladen, verschwinden sie in ihr Schattenreich zurück!, rief der König entzürnt und schickte seine Wachen los. Mistress Malefiz lächelte kühl und schleuderte mit einem Schlag ihrer langen pechschwarzen Haare die Wächter weg: Nanana, warum so unhöflich eure Majestät ? habe ich den euch etwas getan? Ich dachte es handle sich um ein versehen... vielleicht sei die Einladung verloren gegangen auf dem Weg in die Schatten... Aber nicht zu fassen.. ich war nicht eingeladen? Die Fee des Windes trat wütend hervor: Scher dich weg du schwarze Hexe! Neptun und Pluto hielten ihre Freundin zurück, bevor diese sich auf Mistress Malefiz stürzen konnte. Denn sie wussten, dass ihre Magie nicht gegen die schwarze grausame macht dieser Fee des Todes ankommen konnte. Malefiz lachte kalt, sodass sogar an den Fenstern des Schloss Eisblumen wuchsen und leise in der eingetretenen Stille des Schlosses klirrten. Mach nicht so einen Wind kleine Fee. Nun, da ich schon mal hier bin kann ich diesem süßen Geschöpf auch etwas wünschen... Und sie erhob ihre Hände und der Raum wurde von hellen Blitzen erleuchtet. So hört mich an! Bevor am Tage ihres 13. Geburtstages der erste Stern am Himmel leuchtet, soll sie die Sichel des Todes schwingen und sterben! Und Mistress Malefiz lachte während sich ihr Zauber über die schlafende Prinzessin legte und verschwand wieder genauso schnell wie sie aufgetaucht war. Die Königin nahm ihr Kind aus der Wiege und begann bitterlich zu weinen. Doch die Fee Pluto, die ihren Wunsch noch nicht zu Ende gesprochen hatte, trat hervor und sprach: Meine Königin, so weinet nicht. Ich kann eure Tochter nicht von diesem Schicksal mehr erlösen. Jedoch kann ich verhindern, dass ihr Leuchten für immer erlischt.... Und so sprach sie ihre Zauberformel aus: Leuchtender Stern am schwarzen Firmament, so darf dein leuchten nicht vergehen, darfst nicht an der Sichel sterben, nur in ewigen Schlaf versinken und ein Licht so hell wie liebe, erwecket dich zu neuem Leben! Und während der Zauber sich über die schlafenden Augen des unschuldigen Geschöpfs legte, lächelte es und träumte von einem silbernen Licht, heller als die Liebe...

Um Hotaru richtig schützen zu können entschlossen sich der König und die Königin, schweren Herzens, ihre Tochter zu verstecken. So kam es, dass die drei guten Feen die Prinzessin mit sich nahmen und tief im Infinity- Wald aufzogen, weit weg von den bösen Augen der dunklen Mistress Malefiz. Der König aber ließ im ganzen Land alle Sicheln der Bauern und der Gärtner einschmelzen, sodass an diesem Ort keine einzige Sichel mehr existierte.

Jahre vergingen und Hotaru, die mittlerweile nur Glühwürmchen von den drei Feen genannt wurde, wuchs zu einem hübschen und fröhlichen jungen Mädchen heran. Doch obwohl sie so fröhlich war hatte sie keine Freunde außer den Waldtieren. Denn manchmal entwickelte Hotaru große Kräfte und sie konnte nur durch bloßes Handauflegen Wunden heilen, dies machte den wenigen Kindern, die in der Nähe des Waldes wohnten Angst. So verbrachte Hotaru Tag für tag ihr leben im Wald und unterhielt sich mit den Tieren. Ihre besten Freunde waren die weise Eule Mercurius, das hübsche Eichhörnchen Venus, die zwei temperamentvollen Raben Re und Ei und das kleine mutige Rehkitz Jupiter. Liebevoll kümmerten sich die drei Feen um ihre Ziehtochter und fürchteten den Tag ihres 13. Geburtstages.

Doch die zeit verging und Hotarus Geburtstag stand vor der Tür. Die drei Feen planten eine Überraschung und schickten Hotaru in den Wald, damit sie zusammen mit ihren Freunden Beeren und Pilze sammeln konnte. Pluto, die Fee der Zeit, übernahm den Kuchen. Den für Hotaru wollte sie einen leckeren weißen Kuchen zaubern, der verziert sein sollte mit Schokolade. Neptun und Uranus dagegen wollten ihrem Glühwürmchen ein wunderschönes Kleid schneidern, da sieh dann, wenn alle Sterne am Himmel standen zurück zum Schloss kehren würde um das erste Mal nach 13 Jahren ihre Eltern in die Arme zu schließen und zu erfahren wer sie wirklich ist. Doch wie der Wind und das Wasser manchmal miteinander kämpften, so war das auch bei den zwei Feen. So wollte Neptun, die still und tief wie das Wasser war ein kleid so rosa wie die Blumen draußen im Garten. Uranus, aufbrausend wie der Wind, wollte aber ein Kleid so blau wie der Himmel und so kam es zum Streit. Pluto konnte nur den Kopf schütteln und beruhigte sich in dem sie sich die ganze zeit daran erinnerte das Wasser und Wind auch sehr liebevoll miteinander umgehen können.
Zwischen Neptun und Uranus entflammte ein Zauberduell. Die eine zauberte das kleid immerzu rosa, die andere blau.


Währenddessen spazierte Glühwürmchen im Wald umher und spielte mit ihren Freunden. Plötzlich erblickte sie in weiter ferne das Schloss und seufzte. Still setzte sie sich auf einen baumstumpf. Mercurius flog zu ihr und schuchute leise und fragend. Ach weißt du Mercurius.... siehst du das Schloss dahinten? Mercurius nickte während Jupiter, Venus, Re und Ei dazu kamen. Da leben viele Menschen und alle sind sie glücklich. So ein Königreich braucht einen Beschützer.... dort würden die Menschen keine Angst vor mir haben, den sie wüssten, dass ich sie beschütze... Traurig stupste sie Rehkitz Jupiter an. Glühwürmchen lächelte ach nein.... ihr wisst doch, Tante Pluto, Tante, Neptun und Tante Uranus haben mir verboten meine vollen Kräfte zu benutzen. Aber einmal.. einmal hab ich das getan! Re und Ei krächzten laut auf. Glühwürmchen lachte ja, einmal im Traum! Und sie erzählte:

Die Nacht brach herein, mein Zimmer leer,
ich schloss meine Augen und schlief.
Vor mir leuchtete ein silbernes Meer,
und sanft eine Stimme die rief:

Du Engel der Stille, du Schicksalsgott
Wenn du entfachst deine Macht
So bringst du doch niemanden den Tod,
so kommt doch nicht die ewige Nacht.

Du unschuldiger Engel der Stille,
den Weg für das Leben bereitest du ,
denn das ist des Daseins Wille,
du gönnst dem Leben harmonische Ruh.

Glühwürmchen seufzte. Ja, doch Morgens wach ich auf und alles war nur ein Traum...na kommt. Ich hab genug Beeren und Pilze für die nächsten 10 Jahre, lachte sie.


In der kleinen Hütte im Wald musste die Fee Pluto ihren Kuchen in Sicherheit bringen. Der Kampf zwischen Wind und Wasser war noch nicht vorbei. Doch da erklang schon Glühwürmchens Stimme! Die beiden Feen starrten sich entsetzt an und sprachen ihren Zauber im gleichen Moment, bevor sie Pluto am Kragen schnappte und versteckte. Das kleid, getroffen von rosa und blau, nahm währenddessen ein zartes violett, wie die Blüten eines Flieders, an. Keiner bemerkte die Fledermaus mit der Riesenbrille, die sie beobachtete und sobald sie die Prinzessin erkante sich auf dem Weg zu den Schatten im Nichts machte...

Glühwürmchen betrat die Hütte und erblickte sofort das wunderschöne Kleid und den Kuchen. Oh, du meine Güte! Tante Pluto, Tante Neptun, Tante Uranus! rief sie fröhlich. Die Feen sprangen aus ihrem Versteck und riefen Überraschung! Wir gratulieren dir zum Geburtstag unser kleines Glühwürmchen.. Glühwürmchen freute sich und probierte das kleid sofort an. Aber es ist so wundervoll... um so ein Kleid zu tragen müsste man eine- murmelte sie und wurde von Fee Uranus unterbrochen Prinzessin sein? Nun, die Sonne geht unter und bald leuchten die ersten Sterne am Himmel.... du erinnerst dich an die legende der Prinzessin Hotaru? Glühwürmchen nickte etwas verwirrt. Mein Schatz, diese Prinzessin bist du! Und sobald die ersten Sterne leuchten und du außer Gefahr bist gehen wir ins Schloss, damit du deine Eltern kennen lernen kannst!, sagte Fee Pluto. Und natürlich damit du deine Pflichten als Prinzessin nachgehen kannst, sagte Neptun etwas streng. Glühwürmchen- nein Hotaru- starrte ihre Tanten fassungslos an und konnte den Gesichtern ablesen, dass sie die Wahrheit sagten. Ihre Augen leuchteten auf und man hätte meinen können es funkeln Tausende von Sternen in dem tiefen dunklem violett.

Plötzlich hörte man draußen Donner und helle Blitze erleuchteten die Bäume, die unter dem starken, ja fast grausamen Wind ächzten. Die drei Feen und Hotaru liefen raus um zu sehen was los ist und da stand sie vor ihnen! Mistress Malefiz! Man musste Hotaru nicht erzählen wer das ist. Jedem Kind war sie aus Büchern und Erzählungen bekannt und da stand sie, die hexe und ihm Rücken die untergehende Sonne. Der Himmel schien zu brennen, so rot war er durchzogen von weißen, scharfen Blitzen.
Malefiz sagte kein Wort und bevor die drei Feen was tun konnten wurden sie von ihrem schwarzen Zauber erfasst und gegen die Hütte gedrückt. Hotaru schrie entsetzt auf und versuchte ihre geliebten Ziehmütter zu befreien, doch sie konnte nicht. Ihre Kraft war gebannt worden von den drei Feen, damit Malefiz sie nicht finden konnte. Eure süße unschuldige Hoheit. Darf ich ihnen meine Hilfe anbieten? Nun, Prinzesschen, du kennst sicher deine Geschichte?, fragte sie im spöttischen Ton. Das du mich verflucht hast? Und ich sterbe wenn ich eine Sichel in die hand nehme? Ja, die Geschichte kenne ich!“, schrie Hotaru voller Verachtung. Malefiz lachte und plötzlich schlug ein Blitz in ihre hand ein und eine wunderschöne Sense erschien. Willst du deine Tanten retten? So gebe ich dir diese Sichel . Doch bedenke, wenn du ihr leben rettest, wirst du deins geben müssen!“ Die drei Feen schrieen aufgeregt durcheinander und versuchten Hotaru abzuhalten. Doch die junge Prinzessin schritt wie unter Trance auf Mistress Malefiz zu und betrachtete die Sense. Dann blickte sie kurz zurück zu den drei Feen... und entschlossen blickte sie Mistress Malefiz an. Ich nehme die Sense, ich werde sie retten und mein leben für sie geben! Denn ich fürchte mich nicht vor dem Tod! Doch glaube mir, dich nehme ich mit i die ewige Finsternis!, flüsterte sie und nahm die Sense in die hand. Malefiz lächelte und dachte sich nur Dummes Ding, mich kannst du nicht zerstören, nichts kann die absolute Stille aufhalten. So viel Macht kannst du nicht besitzen du kleines dummes Mädchen... Sie lachte still in sich hinein ohne zu wissen, wie viel Kraft in einem Herzen steckt, das das Schicksal des weißen Mondes auserwählt hat.
Hotaru schloss die Augen und spürte wie ihre kraft sich befreite, wie sie wie ein reißender Strom ihren Körper durchfloss und jede Faser ihres Körpers durchdrang. Nur noch schwach hörte sie das Flehend er drei Feen und das lachen der Hexe. Langsam erhob sie die Sense und schwang sie zu Boden.


...


Sie schlief. Doch diesmal träumte sie nicht mehr. Kein silbernes Meer, keine Stimme die ihr Liebe und Verständnis entgegenbrachte. Nur tiefe Dunkelheit und endlose Stille. Sie schlief.
Hotaru lag auf einem Bett aus Blumen umgeben von den Wesen, die sie liebten. Tränen liefen Jupiter die süßen backen runter. Venus wischte sich ihre mit dem wunderschönen flauschigem Einhörnchenschwanz ab, während Mercurius, Re und Ei auf einem Ast saßen und traurig herab auf die drei weinenden Feen blickten. Der Rest des Königreiches schlief während der erste Stern am Himmel zu leuchten begann...

Die Tränen der Liebe fielen auf den Boden und fielen auf die Blumen. Zwischen all den Blumen leuchtete eine weiße, wie eine perle und fing eine träne auf. Plötzlich erstrahlte der Wald in einem silbernen, warmen Licht. Eine graziöse gestalt mit goldenen Haaren, die zu zwei Zöpfen gebunden waren und einem weißen Kleid, mit einer großen Schleife auf dem Rücken, die an einen Schmetterling erinnerte... das Symbol der Wiedergeburt.
Weinet nicht meine Freunde, den sie brachte dem Bösen den Tod um das Gute zu schaffen. Sie opferte ihre Seele um die Euren zu retten. Jetzt schläft sie tief und fest, doch wird der Tag kommen, an dem sie das leben ruft. Das licht wird sie rufen, den es braucht die Dunkelheit um noch heller zu leuchten. Das Leben braucht den Tod um etwas zu bedeuten. So weinet doch nicht, den sie schläft. Sie schläft einen langen Schlaf, dann wird sie erwachen um wieder zu sterben. So ist ihr Schicksal. , sagte die Frau mit erhabener Stimme und küsste Hotaru auf die Stirn. Ich warte auf dich. Den du scheinst in der tiefsten Dunkelheit, du brennst selbst in der kältesten Nacht. Du Züglein zwischen Gut und Böse. Hotaru, Engel der Stille



...


Als das silberne Licht der Liebe nach ihr rief, öffnete sie die Augen.
Dieses Werk wurde am 2.01.2009 22:29 Uhr eingereicht und wurde bereits 0mal bewertet.
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Stil = Gibt es gravierende Fehler oder ist das Werk stimmig?
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