Royal Legacy Teil 23 von Tiara
Führerlos
Uranus war die erste, die es satt hatte zu warten. Venus und Nemesis wollten weiterhin auf Etana warten, doch Uranus reichte es. „Wir haben jetzt schon seit drei Tagen auf sie gewartet. Es interessiert mich nicht, ob sie morgen zurückkommt oder ob ihr was passiert ist oder ob sie uns einfach sitzen gelassen hat. Wir haben keine Zeit mehr!“ Nemesis und Venus wussten beide, dass Uranus es nicht so meinte, jedoch mussten sie ihr rechtgeben. „Wenn wir vom schlimmsten ausgehen, kommt sie, aus welchem Grund auch immer, nicht zurück und das bedeutet wir müssen alleine weitergehen. Wir dürfen ausserdem nicht mehr lange an diesem Platz bleiben, weil wir vermutlich schon von anderen gesehen wurden. Zum Glück gibt es nur eine Richtung in die wir gehen können. Wir müssen der Schlucht weiter folgen.“ Nemesis Logik konnte niemand wiedersprechen und so packten sie ihre Sachen und folgten der Schlucht weiter, von der jedoch von Zeit zu Zeit kleinere Täler abzweigten. Zuerst wurde diskutiert doch dann besannen sie sich darauf, was Etana ihnen für den Fall des Falles erzählt hatte. Sollte sie verschwinden, hatte sie gesagt, sollten sie auf ihre Instinkte und ihre Herzen hören. Auch dann würden sie ihr Ziel erreichen. Und genau so versuchten sie es. Uranos lauschte dem Wind, Nemesis meditierte kurz und Venus sah sich einfach um und betrachtete die Pfade. Als sie sie danach berieten hätten alle denselben Pfad genommen und so marschierten sie weiter.
Die Gruppe um Saturn hatte da schon ein größeres Problem. Zwei Tage nach dem Verschwinden von Nessus war eine Gruppe von Dämonen aus dem Nichts aufgetaucht. Dank ihrer Schulung durch Metaria, bemerkten sie sie, etwa eine Minute, bevor sie aus dem Nichts auftauchten. Sie schnappten sich schnell ihre Rucksäcke und sprangen auf verschiedene Bäume. Kaum hatten sie die Lichtung verlassen sahen sie, wie plötzlich ein Zentaur die Lichtung betrat und dicht hinter ihm mehrere Grashalme unter großen unsichtbaren Füßen umknickten. Als sie sich genauer konzentrieren, bemerkten sie etwa zehn riesige Gestalten, die offenbar fluchten. Denn hören konnten sie sie. „Und du bist sicher, dass wir hier richtig sind!“ Der Zentaur nickte. Er trug eine Art schwarzes Band um den Hals. „Also wo sind sie dann?“ Als der Zentaur keine Antwort gab holte der Dämon mit seiner Klaue aus und warf den Zentaur gegen den nächsten Baum wo er zitternd liegen blieb. „Findet sie! Ohne ihren Führer werden sie nicht weit gekommen sein! Unsere Herrin erwartet Ergebnisse! Ich werde inzwischen ihren Begleiter bearbeiten. Mal sehen ob ich dem sturen Esel ein paar Antworten entlocken kann, wenn ich mit ihm fertig bin.“ Dann lachte der Dämon kurz auf. Jupiter brauchte nicht lange zu überlegen was sie zu tun hatte. Nessus steckte offenbar extrem in der Klemme. Sie wollte dem unsichtbaren Riesen folgen, doch Persephone neben ihr hielt sie fest. „Willst du tun, was ich denke, dass du tun willst?“ Jupiter knurrte. „Ich betrachte Nessus als einen Freund und ich werde ihn nicht diesem Monster überlassen.“ Dann spürte Jupiter, wie Saturn versuchte sie telepathisch zu erreichen. Zwar war die Kommunikation noch nicht so gut, wie zwischen Saturn und Pluto, doch es reichte für einen kurzen Gedankenaustausch. Als die Lichtung sicher war, näherten sie sich vorsichtig dem Zentauren, der noch immer am Boden lag. Saturn und Persephone fuhren vorsichtig mit ihren Händen über den Körper um seinen Zustand zu erkunden, wie sie es von Etana erlernt hatten. Sie stellten schnell fest, dass der Zentaur mit dunkler Energie angefüllt war, welche sich besonders im schwarzen Band, welches um seinen Hals lag konzentrierte. Sie wollten gerade den Reif genauer untersuchen als der Zentaur die Augen aufschlug. Doch im Gegensatz zu Nessus klaren und stahlenden Augen waren diese dunkel und stumpf. „Lauft!“ sagte er nur, bevor sich eine Sekunde später sein Gesichtsausdruck völlig veränderte und plötzlich eine seiner Hände vorschnellte und Saturns Hals umschloss. „Ich habe eine, Herr!“ schrie er laut auf. Jupiter reagierte sofort und ließ ihre Handkante gegen den Kopf des Zentauren krachen, welcher daraufhin wieder das Bewusstsein verlor. Saturn kämpfte etwas mit seiner Hand an ihrem Hals, bekam sie schließlich ab und atmete tief ein. „Was war das den?“ Terra wusste es ohne viel nachzudenken. „Er wird kontrolliert! Vermutlich haben die anderen ihn gehört!“ Da sich alle einig waren, dass sie die Lichtung verlassen mussten und dass sie Nessus auch nicht im Stich lassen wollten, konnten sie nur eine Richtung nehmen. Sie folgten dem Riesen. Die vier Kriegerinnen bewegten sich weiterhin hoch in den Baumwipfeln und sprangen von Ast zu Ast, jedoch niemals so hoch, dass sie von oben hätten gesehen werden können. Die Spuren des Riesen waren leicht zu verfolgen. Überall lagen abgebrochene Äste und zusammengetretenes Gras.
Auch die Gruppe um Merkur beschloss nicht länger auf ihre Führerin zu warten. Allerdings wussten sie nicht so recht, wie es weiter gehen sollte, denn Ciris hatte ihren erklärt, dass sie diesen Meeresarm überqueren mussten um zu den Höhlen zu gelangen und da das andere Ufer nicht zu sehen war, wollten sie sich gar nicht ausmahlen wie lange sie unterwegs sein würden. „Ich erledige das!“ Nyx hob ihren Stab. „Ich bringe uns auf die andere Seite, zuminderst werde ich es versuchen. Ich bin nicht sicher, in wie weit es ist, darum wäre es auch schlimmstenfalls möglich, dass ich in der Mitte der Strecke keine Kraft mehr habe.“ Neptun und Merkur dachten über den Vorschlag nach, entschieden sich aber sicherheitshalber den Sailorteleport zu benutzen. Zwar hatten sie es noch nie zu dritt ohne Sailor Moon versucht, doch schaden konnte es nicht. Die drei fassten sich an den Händen konzentrierten sich voll und ganz auf ihre Kräfte und riefen dann laut:
„SAILOR TELEPORT!“
Dann formte sich eine Kugel, welche sie sicher über den See trug.

Mars sprang gerade von einem Felsen zum nächsten. Alatar war nicht mehr aufgetaucht, jedoch hatte er sie alle vor den Gefahren auf diesem riesigen Lavafeld gewarnt. Als sie mehrere Anzeichen eines nahen Ausbruchs entdeckten, hatten die vier Kriegerinnen schleunigst ihre Sachen genommen und hatten sich in Sicherheit begeben. Als sie jedoch wenig später genau in eine Sackgasse liefen und hinter ihnen sich ein Lavastrom näherte, steckten sie gewaltig in der Klemme. Ihr einziger Fluchtweg war schmaler Steg, der jedoch immer brüchiger wurde. Im Spurt liefen sie darauf zu, sie waren gerade bei der Hälfte des Steges angelangt, als sie spürten, dass der Weg unter ihnen nachgab. Sie waren genau auf den Weg in einen kochenden Lavastrom. Sun schloss schon die Augen aufgrund ihres bevorstehenden Endes als Pluto schnell ihren Stab hob und rief:
„TIME STOP!“
Im selben Moment hörte die Abwärtsbewegung auf. „Lauft!“ rief Pluto und die vier Sailors spurteten weiter, bis sie den Pfad verlassen hatten, der sofort dannach zusammenbrach. „Was zum…. Ich dachte, du darfst deine Kräfte nicht so einsetzen Pluto!“ Mars war erschrocken über das Risiko, das Pluto eingegangen war um sie zu retten. Es hätte auch leicht schiefgehen können. „Früher konnte ich das auch nicht, aber nachdem ich nur noch die Kräfte der Zeit besitze, scheint es, dass ich sie nun effektiver einsetzten darf.“ Pluto atmete schwer und war erschöpft, jedoch war sie offenbar selbst über das Ergebnis erstaunt. Das letzte Mal, als sie so etwas getan hatte, war sie schwer bestraft worden. Die vier bewegten sich dann weiter weg vom Strom um ihr Glück nicht noch einmal herauszufordern. Zum Glück hatte Alatar erwähnt, dass sie das Lavafeld überqueren und sich bis zum Vulkan durchschlagen mussten um ihren Ziel näher zu kommen. Wie es dann dort weiterging, würden sie dann schon sehen.
Auf dem Mond hingegen waren alle beunruhigt über Bunnys verschwinden. Obwohl Metaria immer wieder ihren Geist hinaus in die Ruinen schickte um die Prinzessin zu finden, entdeckte sie keine Spur von ihr. Da Bunny den Mond nicht verlassen haben konnte, musste sie hier noch irgendwo sein. Die Mondoberfläche war noch immer von der Magie des Silberkristalls durchtränkt, was eine geistige Suche sehr schwierig machte. Sie mussten Bunny auf die altmodische Tour finden. Lilith hatte sofort Ermittlungen aufgenommen und auch mehrere Fußspuren gesichert. Ein Abdruck stammte von einem großen schweren Stiefel, was noch beunruhigender war. Allerdings entdeckte sie auch noch kleinere, zierlichere Abdrücke. Jetzt war es gewiss. Sie waren nicht alleine und es befanden sich nach den Fußabdrücken noch mindestens 5 weitere Personen auf dem Mond. Da jedoch keine von ihnen etwas spürte, wussten sie nicht was sie davon halten sollten. Es könnte sich um Feinde oder auch um Freunde handeln. So begannen sie ihre Suche nach Bunny auszudehnen und das Gebiet systematisch zu durchkämmen. Wenn sie Glück hatten, erfuhren sie so vielleicht, auch wenn sie Bunny nicht fanden, aus welcher Richtung sich die Fremden immer wieder näherten.
Bunnys Kopf schmerzte furchtbar als sie wieder zu sich kam. Instinktiv öffnete sie die Augen, nur um völlige Dunkelheit zu sehen. Sie spürte Stoff auf ihren Beinen und ihren Armen. Da entdeckte sie, dass sie sich offenbar zurückverwandelt hatte, denn sie spürte plötzlich wieder den Stoff ihrer Schuluniform. Sie fasste sofort an ihre Brust und wollte sich verwandeln, doch die Brosche war nicht an ihren Platz. Jetzt war sie doch extrem beunruhigt, ja, beinahe panisch. Da fiel ihr eine Lektion von Metaria ein. „Wenn du nicht mehr weiter weißt, schließ die Augen, atme tief durch und analysiere was du weißt, dann gehe einen Schritt nach den anderen.“ Sie wusste wie dämlich sie diesen Rat gehalten hatte, doch nun schickte sie sich an, ihn zu befolgen. Obwohl sie nichts sah, schloss sie trotzdem die Augen, atmete tief durch und sammelte ihre Eindrücke. Der Ort, an dem sie sich befand war nicht kalt und nicht warm. Durch ihren Rücken spürte sie eine Kalte Wand, die teilweise raue Kanten hatte. Eine Steinmauer. Also, schloss sie, musste sie bei einem alten Gebäude sein. Obwohl sie sich nicht verwandeln konnte, versuchte Bunny zu meditieren. Da sie niemand anders wahrnahm, war sie vermutlich alleine an diesem Ort. Nach weitern 15 Minuten Meditation und herumtasten hatte sie endlich ein Geistiges Bild von diesem dunklen Gefängnis. Entschlossen machte sie sich, vorwärtstastend und sowohl ihren geschwächten Kräften als auch ihren Gehör lauschend auf den Weg. Sie war noch nicht weit gekommen, als sie schwere Schritte hörte. Vor Schreck drückte sich Bunny an die Wand und atmete ganz flach. Es würde zwar nichts bringen, wenn die Person, die sie entführt hatte, im Dunkeln sehen konnte, doch wollte sie ihr Glück versuchen. Und obwohl sie schon erwartete jeden Augenblick von etwas getroffen zu werden gingen die Schritte an ihr vorbei und sobald sich Bunny sicher war, dass sie nicht gehört wurde, atmete sie tief durch und tastete sich weiter vor. Jedoch hörte sie einige Schritte weiter ein lautes Wehklagen. Bunny war sich nicht sicher, ob es von einem Menschen oder einen Tier stammte, jedoch hastete sie schnell weiter, denn sie hatte einen Luftzug in ihrem Gesicht bemerkt. Ganz in der Nähe musste ein Ausgang sein und hinter sich hörte sie bereits schnelle schwere Schritte, die auf sie zukamen. Schließlich sah sie ein Licht und sie begann zu spurten. Wer oder was auch immer ihr Verfolger war, sie musste hier raus und ihre Freundinnen suchen. Die schweren Schritte kamen immer näher und Bunny hörte sie schon nahe hinter sich. Sie versuchte noch schneller zu laufen, nur um dann, kurz nachdem sie das Gebäude verlassen hatte über einen herausragenden Stein zu stolpern und schwer auf den, mit Steinplatten bedeckten, Boden zu landen. Hinter ihr blieben auch die Schritte stehen und aus einen Reflex heraus wirbelte Bunny herum nur um dann vor Schreck den Atem anzuhalten. Vor ihr stand ein Mann, das vermutete Bunny zumindest. Seine grauschwarzen Haare waren lang und zerzaust. Sein Bart ging bis zur Hüfte, wie auch seine Haupthaare. Er trug die Reste einer Schwarzen Rüstung, die jedoch völlig zerkratzt und eingedellt war. Die Fetzen von seiner Kleidung hingen von seinem Körper. Trotzdem erschien er Bunny riesig. Er musste doch fast zwei Meter groß sein! Doch am Grauenvollsten fand Bunny seine Augen. Sie waren vollständig trüb. Der Mann bewegte sich zunächst nicht, dann drehte er seinen Kopf in verschiedene Richtungen, als wollte er lauschen. Schließlich erkannte Bunny, dass der Mann offenbar Blind war. Als sich Bunny weitere 5 Minuten nicht rührte stieß der Mann ein Wimmern aus, dann heulte er kurz wie ein verletztes Tier. Bunny wusste nicht was sie davon halten sollte, schließlich griff der Alte in seine Tasche und holte Bunnys Brosche hervor, die er sanft streichelte. Auf einmal sah er nicht mehr furchterregend aus, nur verloren und einsam. Ohne nachzudenken stand Bunny langsam auf. Der Mann hielt sofort mit dem Streicheln inne und lauschte. Bunny ging langsam einen Schritt auf ihn zu, doch der Mann, als wäre er auf einmal verschreckt, machte mehrere Schritte in Richtung Höhle. Da blieb Bunny wo sie war. Sie wusste nicht was sie machen sollte, denn sie spürte, dass der Mann Hilfe brauchte. Sie stand eine Weile unschlüssig da, dann kam ihr die Idee, dass vielleicht ein Lied helfen könnte. Ohne viel nachzudenken fiel ihr ein Lied ein, das sie früher oft gehört hatte. Das Lied der Spieluhr, die Endymion ihr geschenkt hatte. Leise fing sie zu summen an, und befürchtete schon, dass sie den Alten verschrecken könnte, doch er lauschte nur wie erstarrt und dann begann er, zu Bunnys erstaunen, das Lied mit zu summen, als würde er es kennen. Als das Lied zu Ende war, begann Bunny wieder von vorne. Nach und nach schien der Alte sich zu beruhigen und Bunny wagte es langsam näher zu kommen. Als sie so nahe stand, dass sie ihn berühren konnte, zögerte sie wieder, doch dann fasste sie ihn ganz sanft an der Hand, welche die Brosche gestreichelt hatte. Sofort verkrampfte der Mann und stolperte einige Schritte zurück, als hätte er sich verbrannt. Bunny beschloss ihre Taktik zu ändern. Sie setzte sich auf den Boden und begann ganz leise und langsam zu sprechen. „Mein Name ist Bunny, ich möchte dir nicht schaden.“ Der Mann reagierte nicht, doch er vergrößerte den Abstand auch nicht, was Bunny Hoffnung schöpfen ließ. „Warum hast du mich hier her gebracht?“ Wieder reagierte der Mann nicht. „Wie ist dein Name?“ Zuerst geschah nichts, dann fasste sich der Mann an den Kopf. „Wie ist dein Name?“ Da sah Bunny, wie sich der Bart bewegte. Dann hörte sie etwas das sich wie „ Ame“ anhörte. Bunny lächelte und stand auf. „Ja! Mein Name ist Bunny.“ Der Mann drehte seinen Kopf wieder in Ihre Richtung. Wieder kam das Wort „Ame“ aus seinen Mund, doch diesmal hatte es einen fragenden Unterton. Ohne nachzudenken, ging Bunny die drei Schritte, die sie von den Alten trennten nahm die Hand, die er vorhin so reflexartig weggezogen hatte und legte sie mit beiden Händen sanft auf ihre Brust. „Bunny!“ sagte sie leise. Offenbar hatte sie ihn überrumpelt, denn anstatt zurückzuweichen wie das letzte Mal, kam ein anderer Laut aus seinen Mund. „anny.“ Noch einmal sagte Bunny langsam und deutlich ihren Namen und wieder drückte sie seine Hand auf ihre Brust. „B…..Bunny.“ stammelte er schließlich. Bunny lächelte und nickte, doch dann fiel ihr ein, dass er sie nicht sehen konnte und sagte. „Ja! Und du? Wie ist dein Name?“ Bunny konnte förmlich sehen, wie es im Kopf des Mannes zu arbeiten begann. „Ame.“ Sagte er langsam. Dann nochmal und diesmal deutlicher „Mein Name.“ Dann bemerkte Bunny, dass etwas nicht stimmte. Plötzlich wurde sein Blick gehetzt und auch verzweifelt, er riss sich von Bunny los und schlug sich immer wieder auf den Kopf. Usagi befürchtete schon, er würde sich verletzen, da traf es sie wie ein Blitz. Was wenn er seinen Namen nicht wusste? Erschüttert von der Erkenntnis, betrachtete sie den Mann, der wie ein verzweifeltes Kind versuchte sich an seinen Namen zu erinnern. Schließlich, als er begann sich zu beruhigen, sprang Bunny wieder einen Schritt vor und legte ihre Hand sanft auf seinen Kopf, dann begann sie ihn sanft über den Kopf zu streicheln, wie sie es früher, als sie noch kleiner war immer bei ihren Bruder getan hat, bevor er zu dieser riesigen Nervensäge von heute geworden war. Da begann der Mann wie ein Kind zu weinen und Bunny umarmte ihn sanft. „Das ist nicht so schlimm. Wir werden beide nach den Namen suchen, okay? Ich werde dir helfen.“ Bunnys Brosche war in der Zwischenzeit auf den Boden gerutscht, doch Bunny ignorierte das und fuhr fort den Mann zu trösten. Da hörte sie einen Ruf. „Bunny!“ Usagi erkannte sofort Narus Stimme. „Hier!“ rief Bunny laut in die Richtung, aus der der Ruf gekommen war. Sofort riss sich der Namenlose fort und wollte zurück in die sichere Höhle, jedoch war er in die falsche Richtung gesprungen und befand sich nun plötzlich vor einer Wand. Gehetzt drehte er sich um doch vor sich hörte er die Beruhigende Stimme des Mädchens. „Ganz ruhig. Das sind Freunde, verstehst du? Freunde.“ Doch der Mann begann zu zittern. „Aua.“ Sagte er wie ein kleines Kind, doch Bunny redete ruhig weiter. „Kein Aua. Freunde!“ Mittlerweile war Naru bei Bunny angekommen und erstarrte sofort bei dem Hünen, der wie ein kleines Kind weinte und zitterte. „Es ist okay, Naru.“ Sagt Bunny zu ihr, ohne den Mann aus den Augen zu lassen. „Wer ist dass den?“ Narus Stimme hatte sich an Bunnys Lautstärke angepasst. Bunny sah Naru ratlos an. „Ich weiß es nicht. Ich glaube, er hat sein Gedächtnis verloren und ausserdem scheint er hier schon sein einer Ewigkeit zu sein.“ Dann hörte sie wie mehrere Leute mit schnellen Schritten in ihre Richtung kamen. „Naru, lauf zu den anderen und warne sie vor. Wenn alle auf einmal kommen, könnte das zu viel für ihn werden.“Naru nickte schnell und lief zurück. Bunny sprach weiterhin sanft mit ihm und langsam kamen die anderen Mädchen näher. Erstaunt und auch erschüttert betrachteten sie den Mann, der noch immer wie ein verängstigtes Tier in der Ecke kauerte. Als Metaria sich ihn nähern wollte, begann er heftiger zu zittern und schrie sogar vor Angst auf, so dass Metaria schnell zurücksprang und Bunny so lange sanft auf ihn einredete, bis sein zittern nachließ. Die anderen ließ er näher an sich heran, doch nur von Bunny und Kirasuki ließ er sich berühren. Bei den anderen drückte er sich jedesmal ängstlich gegen die Mauer. „Mal sehen, was passiert, wen wir ihm etwas zu essen und zu trinken anbieten.“ Kagami hatte in ihrer Zeit als Polizistin schon so manche Gestalten gesehen, doch etwas Derartiges war ihr noch nie untergekommen. Bunny stimmte zu und ließ sich von Chibimoon eine Wasserflasche und etwas von dem Elbischen Wegebrot, das sie dabei hatten, geben. Dann biss sie demonstrativ in ein Brotstück hinein und kaute langsam und geräuschvoll, so dass der Mann es hörte, dann nahm sie langsam seine Hand und legte das restliche Stück Brot in seine Hand. Dieser tastete langsam und gründlich das Brot und Bunnys Bissstelle ab, bevor er daran roch und schließlich vorsichtig hineinbiss. Offenbar schmeckte es ihn, denn das Brot war nach zwei, drei Bissen in seinem Mund verschwunden. Dann öffnete Bunny langsam und geräuschvoll die Wasserflasche und trank einige Schlucke daraus. Anschließend steckte sie ihm vorsichtig die Flasche in seine offene Hand und schloss seine Finger darum. Beinahe wäre ihm die Flasche aus der Hand gefallen, doch völlig gebannt und fasziniert untersuchte er die Flasche und als er etwas von der Flüssigkeit verschüttete, sah er beschämt zu Boden, doch Bunny ließ ein fröhliches Lachen ertönen und schließlich trank der Mann die Flasche mit wenigen Schlucken leer. Dann wollte Bunny die leere Flasche wieder aus seiner Hand nehmen, doch sofort klammerte er sich daran fest. Bunny beschloss, dass sie nun ihre guten Absichten lange genug demonstriert hatte. Langsam stand sie auf und ging zu den anderen. Jetzt hatte der Mann einen Fluchtweg in seine Höhle, den er benutzen konnte wenn er wollte. Und nach einer kurzen Bedenkzeit tat er genau das und verschwand blitzschnell in der Höhle. „Warum hast du ihn gehen lassen?“ Kagami war davon doch etwas erstaunt, sie hätte ihn die nächste Zeit nicht aus den Augen gelassen. Doch Bunny zuckte mit den Schultern. „Ich konnte Angst in seinen Augen sehen. Offenbar glaubt er einer von uns würde ihm wehtun wollen. Ich möchte ihm auch helfen, doch ich will nicht, dass er sich als Gefangener sieht. Nur so sehe ich eine Chance wie wir ihm wirklich helfen können.“ „Und was ist, wenn er nicht mehr auftaucht?“ Chibiusa hatte den Mann die ganze Zeit nur angestarrt. Doch was dies anging war Bunny ziemlich zuversichtlich. Schnell hob sie ihre Brosche auf, die noch immer auf den Boden lag. „Er hat mich niedergeschlagen und entführt, als ich in der Höhle aufwachte hatte man mich zugedeckt. Das zeigte mir, dass er mir vermutlich nicht schaden wollte. Als ich herauskam und er merkte, dass ich fehlte, schrie er auf und suchte nach mir. Dann sah ich, wie er meine Brosche streichelte, als sei sie lebendig. Ausserdem schien er die Melodie von Mamorus Anhänger zu kennen, denn er summte die Melodie fast sofort mit, als ich sie anstimmte. Ich bin mir sicher, dass er wieder kommt.“ „Moment mal!“ rief Chibiusa erstaunt aus. „Du bist doch nicht unsere Bunny! Seit wann kannst du derart logisch denken? Ich dachte eben, ich würde Ami zuhören. Wer bist du und was hast du mit unserer Bunny gemacht?“ Kaum hatte sie das ausgesprochen schienen aus Bunny Rauchwolken aufzusteigen. „Was soll das den Heißen? Glaubst du ich kann keine logischen Schüsse ziehen oder was?“ aus einer eben noch erwachsenen Bunny war wieder kindische Bunny geworden, welche sofort begann mit Chibimoon zu streiten. Da war jeder Zweifel verflogen. Sie hatten ihre Bunny wiedergefunden.
Dieses Werk wurde am 18.03.2010 16:34 Uhr eingereicht und wurde bereits 0mal bewertet.
Umsetzung = Wie ist die Idee des Werkes verwirklicht wurden?
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Stil = Gibt es gravierende Fehler oder ist das Werk stimmig?
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