Royal Legacy Teil 25 von Tiara
Gebirge, Wald und Fallen
In Albion quälten sich Venus, Nemesis und Uranus weiter den immer schmaler werdenden Bergpfad hinauf. Links und rechts standen hohe Felswände und immer mal wieder mussten sie kurze Spurts einlegen und herabstürzenden Steinen auszuweichen. Langsam ging der beschwerliche Marsch an ihre Kraftreserven und obwohl Venus alles andere als unsportlich war blieb sie immer weiter hinter den anderen beiden zurück. Zuerst verlangsamten Uranus und Nemesis das Tempo, nachdem Uranus jedoch sich immer mehr über die mangelnde Ausdauer von Venus aufgeregt hatte, hatten sie sich darauf geeingt, dass Uranus und Nemesis von Zeit zu Zeit auf sie warteten und bei eventuellen Wegteilungen sie nicht mit beinziehen sollten. Venus war gerade wieder an einer der immer Weniger werdenden Wegkreuzungen angekommen, als sie nirgendwo Uranus oder Nemesis entdeckte. Nachdenklich starrte sie die drei Wege an, als sie beim rechten Pfad ein Tuch entdeckte. Venus hatte es noch nie bei einen von Beiden gesehen, da jedoch das Tuch noch ziemlich neu aussah und ihnen auf ihrer ganzen Reise keine Menschenseele begegnet war, konnte es nur einer der beiden Senshis gehören. Vermutlich hatten sie es satt gehabt zu warten und hatten das Tuch auf den Pfad gelegt, um Venus so die Richtung zu weisen. Minako steckte das Tuch ein, und marschierte weiter. Als sie nach einer weiteren Stunde Fußweg noch immer kein Zeichen von den beiden sah, wurde sie doch unsicher. Hatte sie den Falschen Weg genommen? Ihr Gefühl sagte nein und ja zugleich. Sie überlegte noch immer, als sie einen lieblichen Gesang vernahm. Erstaunt lauschte sie ihm. Es war eindeutig keine ihrer Freundinnen, die hier sang, aber vielleicht, sagte sich Venus, vielleicht war es eine Caladria. Denn Etana hatte ja erwähnt, dass sie in diesem Gebirge lebten. Venus beschleunigte ihren Schritt und beachtete ihre Umgebung kaum mehr. Plötzlich standen mehrere Steinfiguren mitten auf der Straße. Venus fragte sich, wieso jemand hier Figuren aufstellen sollte, als sie die singende Person entdeckte. Venus sah nur ihren Schatten und beschloss sie trotzdem anzusprechen. „Hallo? Entschuldigen Sie bitte. Ich glaube, ich habe mich verlaufen. Könntet ihr mir vielleicht eine Auskunft geben?“ Der Gesang verstummte. Zuerst rührte sich die Gestalt nicht, doch dann erhob sie sich fließend und plötzlich schien etwas auf ihrem Kopf lebendig zu werden, denn viele längliche Dinge begannen sich hin und her zu bewegen. Venus war sofort klar, dass es sich wohl nicht um eine Caladria handelte und bekam nun doch bedenken. Dann hörte sie ein Zischen und zunächst verwirrt, stolperte sie ein paar Schritte zurück. Als beschloss, dass es wohl doch so keine gute Idee war hier nach den Weg zu fragen, drehte sie sich um, und erstarrte. Der Gesichtsausdruck dieser Steinfiguren, die sie vorher nicht beachtet hatte, strahlten alle eine Art von Schrecken und Horror aus, wie sie es noch nie gesehen hatte. Steinfiguren…. Venus war, als hätte Caladrina etwas darüber erwähnt, sie wünschte, sie hätte besser aufgepasst. Dann hörte sie ein lautes Zischen hinter sich und auch das Gleiten von Schuppen über Stein. Instinktiv wusste sie, dass das Wesen hinter ihr war und im selben Moment, in dem Venus wegspringen wollte, knallte eine Peitschen und legte sich um ihren Hals. Dann spürte sie plötzlich, wie ihre Gelenke immer steifer wurden und ihre Kraft nachließ. Aber sie hatte die Gorgone doch gar nicht angesehen! Jetzt viel ihr auch wieder ein, was Etana gesagt hatte. Hier im Gebirge lebten Gorgonen und wer ihnen begegnete, wurde versteinert und starb. Venus spürte, förmlich wie ihr Gesicht erstarrte und bereitete sich darauf vor, für immer das Bewusstsein zu verlieren. „Tut mir leid Bunny.“ War ihr einziger Gedanke, jedoch kam die Dunkelheit nicht. Stattdessen drang eine leise Stimme in ihren Kopf ein. „Wer ist Bunny?“
Währenddessen waren Uranus und Nemesis ein ganzes Stück weitergewandert. Immer wieder drehten sie sich nach Venus um, doch obwohl sie nun eine größere Strecke zurückblicken konnten, tauchte sie nicht auf. „Sie wird doch nicht abgestürzt sein, oder?“ Nemesis machte sich inzwischen richtige Sorgen. Sie waren den mittleren Pfad gefolgt und hatten ein Tuch in den Eingang gelegt. Jedoch hatte keine von ihnen gedacht, dass der Wind dass Tuch woanders hintragen würde. Seufzend stand Uranus, welche es sich auf einem Felsblock gemütlich gemacht hatte auf. „Ich laufe zurück. Du bleibst hier, ich bin alleine schneller. Sollte ich in Schwierigkeiten geraten schicke ich dir ein Zeichen. Nemesis nickte und schon war Uranus verschwunden. Tamashi wartete geduldig auf ihre Rückkehr und holte die Kette hervor, die Jedite ihr geschenkt hatte. Sofort kam ihr sein Gesicht in ihren Sinn. Wie ist ihm wohl ging? Sie hing noch länger ihren Gedanken nach und sah nicht, wie ein großer Schatten hinter ihr auftauchte. Als sie sich der dunklen Präsenz bewusst wurde, konnte sie gerade noch zur Seite springen und sah sich plötzlich einen über zwei Meter großen, schwarzen, auf zwei Beinen stehenden, Schakal gegenüber. Tamashi hatte schon immer die Geschichte von vergangenen Epochen interessiert und so wusste sie sofort, dass ihr dieses Wesen in der ägyptischen Mythologie begegnet war. Es war ein Anubiskrieger und er hatte es definitiv auf sie abgesehen. Entschlossen ließ sie ihre Doppellanze erscheinen.
Uranus war bis zur letzten Abzweigung gerannt, doch von Venus war keine Spur. Wütend rief Uranus ihren Namen. Nicht nur, dass Venus keine Ausdauer hatte, sie hatte auch definitiv kein Gespür für die Umgebung, sonst hätte sie sofort wahrgenommen, dass die anderen Beiden Pfade unsicher waren. Im linken Pfad entdeckte sie mehrere abgebrochene Zweige. Diesen Weg musste sie genommen haben. Wütend folgte sie dem Weg, der abrupt an einer riesigen Schlucht endete. Von Venus nirgends eine Spur. Dann musste sie den anderen Weg genommen haben. Uranus wollte gerade den Weg wieder zurücklaufen als von oben ein riesiger Schatten auf sie zuschoss. Reflexartig sprang sie zur Seite, doch ein Starker Wind erfasste sie im Sprung und schreiend wurde sie in die Schlucht geschleudert. Das wars dann wohl, dachte sie. Der Flug schien eine Ewigkeit zu dauern, dann spürte sie plötzlich wie eine riesige Kralle ihren Oberkörper umschloss. Instinktiv wollte sie sich befreien, doch dann sah sie nach unten. Nein. Jetzt sich zu befreien war definitiv keine gute Idee. Allerdings, so beschloss sie, würde sie keinesfalls sich kampflos von dem riesigen Ungetüm, der sich als Riesiger Adler entpuppte, fressen lassen.
Saturn, Persephone, Terra und Jupiter waren der Spur des Ungetüms gefolgt. Doch schließlich kamen sie am Rand einer größeren Lichtung zu stehen. Vor sich entdeckten sie die Reste einer Siedlung. Viele der Häuser waren niedergebrannt und von manchen stieg sogar noch Rauch auf. An einer weiter entfernten Stelle sahen sie eine Art Pferch, in das offenbar die umlegenden Bewohner getrieben worden waren. Als sich die vier Senshi näher anschlichen entdeckten sie eine Vielzahl von Wesen darin. Hauptsächlich jedoch Elben und Zentauren. Persephone glaubte darin allerdings auch noch mindestens einen Satyrn gesehen zu haben. Als sie weit und breit keine Wachen entdeckten, schlichen sich die vier näher heran. Jupiter entdeckte ein Zentaurenmädchen, dass sie offenbar gesehen hatte, denn sie sah gespannt in ihre Richtung. Jupiter starrte sie an, denn sie sah mehr als nur ungewöhnlich aus. Ihr Pferdekörper war weiß, ebenso wie ihre Haare und ihre Augen waren Rot. Sie war ein Albino! Als Jupiter bei keinem der Wesen einen Schwarzen Ring entdeckte schlich sie näher. Sofort wich das rotäugige Mädchen zurück. „Hey.“ Flüsterte Jupiter freundlich. „hab keine Angst, ich will dir nichts tun.“ Als hätte jeder einzelne im Umkreis von 10 Metern sie gehört drehte man sich zu Jupiter um. „Komm her, Carmenta,“ sagte einer von ihnen sofort und eine Sekunde später wurde das Mädchen von ihren Verwandten vom Gitter weggezogen. Sofort nahm ein ziemlich alter Zentaur mit schneeweißen Haaren und Bart ihren Platz ein und fuhr Jupiter an: „Spiel deine Späße woanders, Dämonengesindel!“ Darauf hatte Jupiter zuerst einmal keine Antwort parat. Schließlich sagte sie: „Ich bin kein Dämon. Ich suche nur nach einen Freund von mir.“ Der Zentaur schnaubte ungläubig. Es war Jupiter klar, dass er ihr kein Wort glaubte, jedoch versuchte sie es weiter. „Sein Name ist Nessus.“ Da merkte der Zentaur auf. „Wie sieht der Elb den aus? War es ein weißhaariger mit braunen Augen?“ Da bemerkte Jupiter, dass man sie testete, denn nichts davon, was der Zentaur sagte, traf zu. „Genau, nur dass es ein Zentaur war und er braune Haare und blaue Augen hatte.“ Antwortet sie darauf. Der Zentaur hob eine Augenbraue und kam noch näher ans Gatter. „Nessus hat schon vor Wochen das Dorf verlassen,“ meinte er. „Ich weiß,“ erwiderte Jupiter „es ist nur so, dass er mich und meine Freunde zu unseren Ziel führen wollte. Jedoch scheinen ihn die Dämonen vor etwa zwei Tagen nicht weit von hier erwischt zu haben und wir hörten, dass er bearbeitet werden sollte.“ Bei diesen Worten setzte der Zentaur einen grimmigen Gesichtsausdruck auf. „Dann gibt es für ihn vermutlich keine Hoffnung mehr. Bei Bearbeitungen stirbt man oder wird zu einem ihrer Diener. Diese Prozedur finden etwa einen halben Kilometer weiter bei dieser Feuersäule statt, es gibt auch eine Miene dort wo man viele von unserem Volk hingeschickt hat und vermutlich noch hinschicken wird.“ Jupiter sah entsetzt in die Richtung und bemerkte die Säule sofort. Noch immer keine Dämonen zu sehen. Seltsam. „Wie viele Dämonen befinden sich in etwa bei dieser Sogenannten Bearbeitung? Ich kann hier keine Entdecken.“ Der Zentaur sah sich kurz um. „Das liegt daran, dass hier keine mehr sind. Sie haben allerdings zwei Wachen zurückgelassen.“ Er deutete zu einem nahen Baum, jedoch sah sie nur etwas, das wie eine rote Sphinx aussah. Jedoch trug sie einen langen stachligen Schwanz. Sofort erkannte Jupiter einen Ring um ihren Hals. Sie entdeckte jedoch nicht den zweiten Wächter. Inzwischen war Terra hinzugekommen. „Wenn wir euch hier heraus helfen, helft ihr uns dann Nessus zu retten?“ Der Zentaur schien kurz zu überlegen dann betrachtete er die Mädchen kritisch. „Wer seid ihr?“ „Mein Name ist Sailor Jupiter und das ist Sailor Terra.“ Jupiter wusste nicht, ob sie zu viel verriet. „Einverstanden. Solltet ihr diese Wächter besiegen, helfen wir euch. Allerdings, habt ihr schon jemals gegen einen Mantikor und einen Schatten gekämpft?“ Jupiter sah Terra fragend an. Diese Namen sagten ihr nichts und diese schüttelte den Kopf. Dann sah Jupiter wieder zu den Zentauren und lächelte zuversichtlich. „Es gibt immer ein erstes Mal.“ Dann schlich sie zusammen mit Terra zu Saturn und Persephone zurück und schilderte die Lage. Saturn war alles andere als erfreut über die Zusage, die die Beiden gemacht hatten. „Wir haben keine Zeit dafür! Lasst uns sofort gehen und den Zentauren retten. Wir müssen zu unseren Prüfungen!“ Doch Jupiter würde auf keinen Fall verschwinden, bevor diese Angelegenheit nicht erledigt war und so war ein Angriff beschlossene Sache. Saturn hatte noch immer große Bedenken. Von dem Schatten war nichts zu sehen, was wenn sie ihn nicht bekämpfen konnten? Doch die Zeit lief ihnen davon. Sie beschlossen, dass Persephone und Jupiter den Mantikor angreifen sollten, während Saturn und Terra auf den Schatten warteten. Die beiden sollten ihn dann überraschen. Jupiter wollte zuerst angreifen um den Mantikor auszutesten. Sie sprang auf die Mauer eines abgebrannten Hauses und rief einen leichten Angriff um ihn zu provozieren.
„SUPREME THUNDER!“
Der Angriff zeigte, fast, wie sie schon erwartet hatten, keinen Schaden, jedoch hatte sie seine Aufmerksamkeit, denn er stand auf und Schwang seinen Schwanz. Jupiter glaubte, nicht in seiner Reichweite zu sein, doch da erlebte sie eine Überraschung. Der Mantikor schwang seinen Schwanz und dutzende schwarzer Stacheln flogen in Jupiters Richtung. Gerade noch konnte Jupiter ausweichen und schockiert sah sie, wie der Mantikor seine Stacheln weiterhin abfeuerte. Dann sprang Persephone hervor und rief:
„FLOWER STORM!“
Der Blütenwirbel nahm den Mantikor die Sicht und er hörte auf seinen Schwanz zu schwingen.
„JUPITER OAK EVOLUTION!“
Ein Hagel aus Donnerblitzkugeln prasselte auf den Mantikor ein und eine Staubwolke umhüllte ihn. Dann ertönte hinter ihr ein Schrei und Jupiter drehte sich erschrocken um. Der Schatten war genau hinter Persephone aufgetaucht und hielt sie fest. Dann sah er wie Energie von ihrer Freundin in den Schatten überging, den Jupiter fast als Kopie vom Erleuchteten beschrieben hätte. Sofort sprang Terra vor um ihrer Freundin zu helfen.
„TERRA GOLDEN LIGHTNING!“
Da sie hinter dem Schatten gestanden hatte, hätte der Angriff ihn voll treffen sollen. Jedoch ging er durch ihn hindurch und traf Persephone, die weggeschleudert wurde. „Persephone!“ Dann verschwand der Schatten wieder. Da sprang Saturn vor. Sie spürte dass dieser Schatten anders war als alle Gegner, denen sie bisher gegenübergestanden hatte. Seine Aura war anders. Wie nicht von dieser Welt. Sie konnte geradezu sehen, wie er auf Terra zu flog, obwohl er unsichtbar war und die anderen ihn offenbar nicht wahrnehmen konnten. Tief in ihrem inneren wusste sie, dass nur sie die Fähigkeit hatte ihn aufzuhalten. „Terra! Hilf Jupiter! Ich übernehme den Schatten!“ Verwirrt sahen Jupter und Terra zu ihr. „Keine Sorge! Ich weiß, wie ich ihn besiegen kann.“ Saturn klang zuversichtlich. „Saturn! Mach keinen Blödsinn!“ Jupiter glaubte wohl, sie wollte ihre vollen Kräfte einsetzten. „Mache ich nicht, kümmert euch um den Mantikor um den Schatten kümmere ich mich!“ Noch immer misstrauisch drehte sich Jupiter gerade noch rechtzeitig zu dem Mantikor um, der völlig unversehrt aus der Staubwolke auftauchte. Terra war zu Persephone gelaufen und half ihr auf die Beine. Doch Saturn hielt ihre Sense kampfbereit und der Schatten stand ihr unsichtbar gegenüber. Offenbar verwirrt, weil sie ihn sehen konnte wechselte er die Positionen, doch Saturn folgte jeden seiner Schritte. „Komm schon!“rief Saturn. Der Schatten flog auf sie zu und sie rief:
„SILENCE GLAIVE SURPRISE!“
Just in jenem Moment berührte der Schatten die Sense und ein heller Lichtblitz erstrahlte. Als Jupiter, Terra und Persephone, nachdem der Lichtblitz verschwunden war zu ihrer Freundin sehen wollten, war sie verschwunden. „SATURN!!!!“ vor Schreck starrten alle drei auf die Stelle, wo vor einer Sekunde ihre Freundin gestanden hatte, doch sie war weg. Jupiter war eine Sekunde so erschrocken, dass sie nicht aufpasste und plötzlich einen starken Schmerz an ihrem Oberarm spürte. Als sie zu ihrem Arm sah, steckte ein schwarzer Stachel des Mantikors darin.
„TERRA GOLDEN LIGHTNING!“
„FLOWER STORM!“
Ihre Freundinnen griffen sofort an und der Mantikor konzentrierte sich auf sie. Da sah Jupiter, dass der der Mantikor vor ihren Augen immer mehr verschwamm. Verdammt. Dieser Stachel! Jupiter zog ihn heraus, doch sie spürte, wie ein taubes Gefühl sich in ihren Arm ausbreitete. Gift! Mit letzter Kraft blieb Jupiter auf den Beinen. Konzentrierte sich auf das Schwarze Halsband und rief:
„SUPREME THUNDER DRAGON!“
Der Drache aus Blitz und Donner schoss auf den Mantikor zu, welcher dem Angriff mit einem Sprung auswich, jedoch änderte der Drache sofort die Richtung und flog auf sein Ziel zu. Der schwarze Ring. Und traf! Der Mantikor brüllte laut auf, als wäre er schwer getroffen. Fast fünf Sekunden lang leuchtete das Monster im elektrischen Licht des Drachen, bevor er zu Boden sackte. Der Ring zersprang darauf hin in tausend kleine Teile. Schwer getroffen stand der Mantikor wieder auf, doch er griff nicht an. Er blickte Jupter an, welche sich kaum mehr auf den Beinen halten konnte, dann drehte er sich blitzschnell um und lief in den Wald hinein. „Jupiter!“ Persephone war sofort bei ihrer Freundin, und fing sie auf, bevor sie ganz zu Boden sank. Vom Schatten war nirgends mehr was zu sehen. Ebenso wenig wie von Saturn. Terra wollte ebenfalls zu Jupiter laufen, doch Persephone schickte sie zu dem Pferch um die Elben und Zentrauren herauszulassen. Vielleicht kannten sie ja ein Gegenmittel! Terra versprach sofort wieder dazu sein und lief los. Die Gefangenen hatten erstaunt den Kampf verfolgt und sahen Sailor Terra mit großen Augen an, als sie ihnen die Tür aufmachte. „Meine Freundin wurde von einem giftigen Stachel getroffen!“ Der alte Zentaur, mit dem Terra ganz zu Anfang gesprochen hatte, rief einige Worte in einer Terra unbekannten Sprache und galoppierte dann zu Persephone, die, die immer schwächer werdende Sailor Jupiter in ihren Armen hielt. Sie hatte versucht ihre Kräfte zu benutzen um ihr zu helfen und Terra versuchte es nun auch mit den Kräften der Erde, mit denen sie Endymion geheilt hatte. Doch das Gift entzog sich ihrer Magie. Der Zentaur kniete sich auf allen vieren neben Jupiter, untersuchte die Wunde und sah sich den Stachel an. Dann schüttelte er den Kopf und betrachtete Jupiter. Sie war noch so jung, dachte er. „Kennt ihr ein Gegenmittel?“fragte Persephone hoffnungsvoll. Doch der Zentaur schüttelte den Kopf. „Es gibt keines. Zu minderst ist weder uns noch den Elben mit denen wir in Kontakt stehen eines bekannt. Es liegt alleine an ihr.“ Dass Jupiters Überlebenschancen äusserst niedrig waren, sagte er jedoch nicht. „Was ist mit unserer Freundin passiert? Sie ist mit dem Schatten verschwunden?“ Terra sah sich suchend um. Saturns Heilkräfte waren am stärksten ausgeprägt. Vielleicht konnte sie helfen. Doch noch immer war keine Spur von ihr zu sehen. Auch der Zentaur wusste es nicht, hatte aber eine Vermutung. „Es gibt die Möglichkeit, sollte sie noch leben, dass sie sich im Reich der Schatten befindet. Jedoch ist von dort meines Wissens nach noch niemand zurückgekehrt und ich weiß auch nicht wie man es betreten könnte.“ „Verdammt nochmal!“ Terra war am verzweifeln. Saturn verschwunden, Jupiter vergiftet und es gab kein Gegengift. Was sollten sie nur machen? Jupiter beantwortet sie für sie. „Rettet Nessus!“ schwach waren diese Worte aus ihrem Mund gekommen. Dann wiederholte sie es. „Rettet Nessus. Ich…. ich komme klar.“ Dann fuhr sie flüsternd fort. „mir könnt ihr nicht helfen, ihm schon.“ Schockiert sahen sie ihre Freundin an. Mit einem Schlag war ihre Kampfkraft halbiert worden und ihre Freundin wollte sie wegschicken. Der Zentaur wusste, dass er in keiner Position für Ratschläge war, doch er sagte. „Wenn ihr Nessus helfen wollt, stehe ich zu meinem Wort, je länger wir jedoch warten, desto geringer wird die Chance ihn leben aufzufinden.“ Da traf Terra eine Entscheidung. „Würden einige von eurem Volk während unserer Abwesenheit sich um Jupiter kümmern?“ Persephone starrte sie an, als hätte sie den Verstand verloren, doch der Zentaur nickte. „Natürlich. Ich werde einige meiner besten Heiler beauftragen und ich bin sicher, die Elben werden auch ihr Wissen beisteuern.“ Persephone sah noch mal auf ihre mittlerweile bewusstlose Freundin, dann legte sie deren Kopf vorsichtig auf den Boden und stand auf. „Dann los!“ Um sie herum hatten sich bereits einige bewaffnete Zentauren und Elben gesammelt. Dann drehte sich Terra nochmal zu dem Zentauren um. „Ach übrigends, wie heißt ihr eigentlich?“ Eine respektvolle Anrede erschien ihr bei seinem Alter angemessen. „Cheiron.“ Antwortete der Zentaur. „Mein Name ist Cheiron.“
Dieses Werk wurde am 18.03.2010 16:39 Uhr eingereicht und wurde bereits 0mal bewertet.
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Stil = Gibt es gravierende Fehler oder ist das Werk stimmig?
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