Royal Legacy Teil 26 von Tiara
Meer, Sand und ein Vulkan
Nyx, Merkur und Neptun hatten die andere Seite des riesigen Sees erreicht. Alle drei waren völlig erschöpft, und wäre der Raum nicht Nyx Element gewesen, hätten sie das Ufer vermutlich auch nicht erreicht sondern wären in den See gestürzt. Völlig erschöpft lagen die drei auf dem Boden und atmeten schwer. Neptun war die erste, die wieder auf die Beine kam und sah sich um. Sie entdeckte keinen einzigen Grashalm, sondern nur Sanddünen, soweit das Auge reichte. „Und hier sollen irgendwo die Höhlen unserer Elemente sein?“ Neptun sah sich zweifelnd um. Ihr Element war das Meer und nicht der Sand. „Vielleicht ist deine Prüfung ja irgendwo im Wasser?“ Schlug Nyx vor. Sie stützte sich auf ihren Stab, aber sie stand schon wieder auf den Beinen. Neptun sah wieder auf das Meer hinaus und ließ ihren Talisman erscheinen. Das Bild im Spiegel war trüb, so wie es schon die ganze Zeit hier in Albion gewesen war. Seufzend ließ sie ihn wieder verschwinden. Merkur hatte ihren Laptop hervorgeholt und analysierte die Gegend. Jedoch fand auch sie nichts Ungewöhnliches. Schließlich berieten sie sich über ihr weiteres Vorgehen. Sie bemerkten nicht, wie aus drei Himmelsrichtungen drei Wesen auf sie zukamen. Drei Wesen, die im Wasser, und im Sand zu Hause waren. „Und ich sage euch, das ist die Falsche Richtung!“meinte Neptun. Sowohl Merkur als auch Nyx waren dafür die Wüste zu betreten, während Neptun lieber dem Stand folgen wollte. Merkur war gerade dabei sich auf Nyx Seite zu schlagen als mehrere Dinge auf einmal passierten. Aus dem Meer sprangen plötzlich unzählige Tentakeln hervor und griffen nach Neptun. Diese war so überrascht, dass sie nicht wegspringen konnte und schon konnte sie sich nicht mehr rühren. Verbissen kämpfte sie um loszukommen und fragte sich, warum ihre Freundinnen ihr nicht halfen. Dann sah sie in ein tellergroßes Auge. Ein Riesenkrake! Wo blieben nur ihre Freundinnen? Dann kehrte der Krake mit seiner Beute zurück ins Meer und bewegte sich Unterwasser. Neptun kämpfte um sich zu befreien. Sie hatte kaum mehr Luft mehr in ihren Lungen. Doch der Krake ließ sie nicht los. Verdammt. Nein! So konnte es doch nicht enden. Sie hatte eine Pflicht zu erfüllen. Dann dachte sie plötzlich an ihre Kameradin Uranus. Ihre Panik steigerte sich. Luft!
Auch die anderen Senshi hatten Probleme. Nyx hatte gerade gesehen, wie die Tentakeln Neptun ergriffen als ein starker Sandsturm plötzlich wegriss. Verwirrt dachte sie daran, dass es doch eben noch windstill gewesen war, als ihre Beine von der Erde abhoben. Dann begann sich die Luft um ihren Körper zu legen als würde sie sie erdrücken wollten. Der Wind riss an ihren Stab und schließlich ließ sie ihn los. Nein! Nyx bekam fast keine Luft mehr und der Sand stach wie kleine Nadeln auf ihrer Haut. Sie erkannte, dass sie offenbar von Neptun und Merkur getrennt werden sollte und bedauerlicherweise gelang das auch. Denn sie konnte gar nichts tun, als sie im Wirbel gefangen in die Wüste getragen wurde.
Auch Merkur war angegriffen worden. Gerade als sie Neptun zur Hilfe eilen wollte, tauchte genau vor ihr eine riesige Schlange aus dem Sand auf. Sie hatte ein schwarzes, Merkur unbekanntes, Zeichen auf der Stirn, lange Giftzähne und kleine Flügel an ihren kobraähnlichen Kopf. Angriffslustig zeigte sie ihre Fänge und spritzte Gift in Merkurs Richtung dem sie gerade noch ausweichen konnte. Sie erkannte diese Schlange als eine Wadjet, eine Schlangengöttin des alten Ägyptens, die den Pharao schützen sollte. Jedoch schienen diese Schlange es aus irgendeinem Grund auf sie abgesehen zu haben. Merkur wollte gerade zurückschlagen, doch bevor sie auch nur ein Wort ausgesprochen hatte, musste sie wieder ausweichen. Dann tauchte die Schlange in den Sand ein und wenige Sekunden später kam sie direkt neben Merkurs Fuß zum Vorschein und Biss zu. Dann wurde es schwarz um Merkur.
Mars, Pluto, Sun und Vulkan hatten endlich das Lavafeld überquert. Nicht selten waren sie auf eine dünne Kruste gekommen, die sie beinahe in den Tod hätte stürzen lassen. Doch nun lag der Vulkan feurig glühend vor ihnen. „Was jetzt?“ Alatar hatte ihnen erzählt, dass die Zwerge in diesen Vulkan eine Schmiede und eine Stadt errichtet hatten, jedoch hatten sie keine Ahnung wo sie die Höhlen ihrer Elemente finden sollten. Gut, Vulkan war hier genau richtig, ebenso wie Mars, aber die anderen beiden? Zeit und Sonne…. hoffentlich waren sie hier richtig. Sun ließ sich, glücklich nicht nur eine dünne Steinschicht zwischen ihr und den Tod zu haben auf einen großen Granitfelsen nieder. Auch die anderen setzten sich aufatmend zu ihr. Daran, dass sie den ganzen Weg vermutlich wieder zurücklegen mussten, wollten sie jetzt gar nicht denken. „Ok,“ meinte Vulkan. „Wohin jetzt?“ Wie zu erwarten bekam sie keine klare Antwort. Alatar fehlte ihnen wirklich. „Ich wüsste wirklich gerne, was mit ihm passiert ist.“meinte Sun. „Hoffentlich ist er nicht in einen der Lavaflüsse gefallen.“ Das wollten sich die anderen erst recht nicht vorstellen. Sie beratschlagten noch eine Weile, dann fiel Vulkan etwas auf und sie stand auf. Die anderen Beachteten sie zuerst gar nicht, doch dann, als sie schnurstracks zu einer glatten Senkrechten Wand lief, sahen ihr alle hinterher. Vulkan wusste nicht was es war. Doch die Wand war seltsam. Nachdenklich tastete sie sie ab. Sie war etwa 10 Meter hoch, doppelt so breit und unnatürlich glattgeschliffen. Pluto, Mars und Sun betrachteten erstaunt, wie Vulkan berechnend die Wand immer wieder abging. Als Mars schließlich fragte: „Ähm, Vulkan. Was machst du da?“ Vulkan antwortete nicht sofort, sondern fuhr mit ihrem Finger plötzlich feine Linien im Stein nach. Dann sagte sie mit sicherer Stimme: „Das hier ist keine normale Wand. Sie ist künstlich und diese Linien hier, markieren was.“ Verblüfft hörten sie sich an, was ihre Freundin gesagt hatte, dann begannen sie ebenfalls die Lilien zu erkennen. Mars bemerkte als erste, dass sie offenbar ein Tor bildeten. Jetzt mussten sie es nur noch öffnen. „Was hat Alatar alles über die Zwerge erzählt. Vielleicht hat er etwas erwähnt, das uns helfen könnte.“ Tatsächlich fiel ihnen dazu nicht allzu viel ein. Nur, dass er sie eindrücklich davor gewarnt hatte in den Hauptschlot vorzudringen, da dort ein Monster leben würde. Da die Arbeiten der Zwerge jeder Magie und noch so starken Kraft hätten trotzen können, war hier auch ein Gefängnis gewesen. Alatar hatte sie gewarnt, dass durch die lange Zeit vielleicht manche Wesen durch die Gänge streifen könnten. Ausserdem würde es dort nur so vor Fallen wimmeln. Er hatte sie eindringlich gewarnt, dort auch nur eine Sekunde ihre Deckung fallen zu lassen. Ausserdem hatte er erzählt, dass die Zwerge Meisterschmiede gewesen waren und tief in der Erde nach Erzen gesucht hatten. Dazu hatten sie auf die Kräfte der Elemente zurückgegriffen. „Was, wenn wir unsere Kräfte benutzen. Ich glaube ja nicht, dass wir uns durch sprengen können, aber vielleicht passiert was.“ Als den anderen kein besserer Rat einfiel, beschloss Sun anzufangen. Aber da sie ja nichts zerstören wollten ging sie es langsam an.
„SOLAR KISS!“
Der Angriff traf auf den Stein und zunächst passierte erst einmal gar nichts. Dann begannen die feinen Linien sanft zu leuchten. Jetzt erkannten sie die feinen Verschnörkelungen, die auf den Stein gezeichnet worden waren und auch viele Schriftzeichen in Keilform. Zwergenschrift. Dann begannen die Linien wieder zu verblassen. „Vielleicht braucht das Tor ja Energie um sich zu öffnen“, meinte Mars und benutzte nun ebenfalls einen schwachen Angriff.
„FIRE SOUL!“
Die Energie des Feuerballs floss ebenfalls in die Linien des Tores und dann erkannten sie, dass die Energie begann sich an einen Ort zu konzentrieren. Es handelte sich um einen Kristall, der vorher überhaupt nicht zu sehen gewesen war und über dem Tor in der Wand steckte. Nun begann er leicht in rotgoldener Farbe zu leuchten. „Und noch einmal!“ meinte Vulkan zuversichtlich. „Alle zusammen!“
„SUN SWIRLING LIGHT DANCE!“
„DEAD SCREAM!“
„MARS FLAME SNIPER!“
„VULCAN MAGMA ERRUPTION!“
Als die vier Angriffe sich vereinigten und das Tor berührten, gab es einen gewaltigen Lichtblitz und die vier Senshi mussten ihre Augen bedecken, so grell war es. Dann verschwand es wieder und staunend entdeckten sie, dass das Tor sich nun langsam öffnete, während tief in der Festung ein Schlafender Drache erwachte.
Sobald die vier Senshi das Tor durchquerten, flammten an beiden Seiten nacheinander Fackeln auf, die sich ausbreitete. Verwundert betrachteten sie den riesigen Eingangsbereich der von vielen Metallenen Statuen flankiert wurde und gingen ehrfürchtig weiter in die verlassene Zwergenschmiede, die zugleich auch eine riesige Geisterstadt war, hinein. Sie waren noch nicht lange unterwegs gewesen, als Vulkan etwas vorrausgelaufen war um die prächtige Arbeit eines Bronzenen Riesen zu betrachten, der auf einen Thron saß. Sie staunte über die gleichmäßige und meisterhafte Arbeit, als hinter ihr, zwischen ihr und ihren drei Freundinnen, ein Fallgitter mit einem lauten Krachen von der Decke viel. Völlig erschrocken drehte sich Vulkan zu dem Gitter um, während die anderen zu ihr hinliefen. Das Gitter war aus einem glänzenden Metall geschaffen und die Lücken waren so klein, so dass Mars vermutete, nicht einmal Luna würde hindurch passen. Dann deutete Vulkan voller Schreck hinter ihre Freundinnen, die sich reflexartig umdrehten. Die Metallstatuen waren von ihren Sockeln gestiegen und begannen die Eindringlinge anzugreifen. Sofort begannen Mars, Pluto und Sun die neue Bedrohung anzugreifen. Nur um festzustellen, dass sogar ihre gebündelten Kräfte einfach so von ihren Körpern abprallten. „Verschwindet hier!“ rief Vulkan. Sie konnte von ihrem Gefängnis aus nichts tun, jedoch schienen die Androiden sie nicht zu beachten. „Ich bin hier vor ihnen sicher, ihr nicht. Ich finde schon einen Weg hier heraus und dann treffen wir uns wieder. Macht schon!“ Mars wollte wiedersprechen, da fiel ihr Pluto ins Wort. „Sie hat recht,“ meinte sie „wir können hier nichts ausrichten!“ Wütend sah Mars die langsamen Droiden an. Sie waren keine Herausforderung für die Reflexe der Senshi, allerdings durchschnitten ihre Klingen sogar Steine. „Na schön.“ knurrte sie. „Aber wir kommen wieder!“ Dann verschwanden die drei in einem Seitengang und Vulkan sah ihnen nach. Dann hörte sie ein Knirschen hinter sich. Irgendwie ahnte sie, dass das kein gutes Zeichen war. Langsam drehte sie sich um und starrte auf die riesige Statue, die sich nun erhob und einen Speer zur Hand nahm. „Oh Mann,“ dachte sich Vulkan dann sprang sie.
Pluto, Mars und Sun waren dem Gang weiter gefolgt und schließlich hatten sie die Androiden abgeschüttelt. Nur um vom Regen in die Traufe zu kommen. Mehrere Mischwesen kamen aus der anderen Richtung auf sie zu. Sun erkannte sie zuerst. Es handelte sich um eine Mischung aus einem Spinnenunterkörper und Weiblichen Oberkörper. Ihre Hände waren lang und ihre Finger noch länger. Böse grinsend kamen sie auf die Senshi zu, welche sich sofort in Kampfstellung aufstellten. Dann kam von oben ein Spinnennetz geflogen und klebte Pluto am Boden fest. Sun und Mars entgingen gerade noch einem anderen Netz, als sie entsetzt beobachtete, wie zwei dieser Spinnen, Arachniden, sich ihre Freundin schnappten und sie genüsslich einwickelten. Pluto rief Angriffssprüche, jedoch schien die Magie sofort von der Spinnenseide absorbiert zu werden. „Lasst sie sofort los!“rief Mars.
„SUN SWIRLING LIGHT DANCE!“
„MARS FLAME SNIPER!“
Das Licht des Angriffs blendete die Arachniden und der rote Pfeil flog geradewegs auf eine der Arachniden bei Pluto zu, jedoch richteten beide Angriffe keine nennenswerten Schäden an. „Lauf!!“ rief Pluto noch, dann verschwand ihr Mund unter einen Seidenstrahl. Verzweifelt rief Sun:
„SOLAR KISS!“
Wieder ohne Erfolg. Und dann, als ihre Gegnerinnen immer näher kamen packte Mars sie am Arm zog sie weiter in den Gang. Nur um sich kurze Zeit später in einer riesigen Höhle zu finden. Eine Sackgasse! Die Arachniden folgten ihr. Dann entdeckte Sun über sich ein gelb glühendes Auge und erkannte die Gestalt eines riesigen Drachen der sie offensichtlich beobachtete. Das Monster, von dem Alatar gesprochen hatte. Jedoch rührte er sich nicht. Und wohl wissend, dass Sun und Mars einen Kampf gegen die Arachniden und einen Drachen nicht gewinnen konnten, blickten sie ihren Spinnengegnerinnen in die Augen. „Kampflos werdet ihr uns nicht kriegen!“ rief Mars grimmig. Dann griff sie sie mit allem an, was sie hatte.
Genüsslich betrachtete Morrigan Elunes Gesicht. Nacheinander zeigte sie ihr, was aus ihrer großen Hoffnung geworden war. Venus in Stein, Uranus in den Fängen eines Roc, Nemesis mit einem Anubit kämpfend, Neptun ertrinkend, Ker in einem Wirbel aus Sand und Wind gefangen, Merkur von einer Schlange gebissen im Sand liegend, Saturn mit einem Schatten verschwindend, Jupiter den tödlichen Gift eines Mantikors ausgesetzt, Vulkan im Kampf mit einem Metallkoloss, Pluto in einem Seidenkokon eingesponnen und Sun und Mars, die gerade ebenfalls mit Arachniden kämpften. Dann zweigte sie noch Terra und Persephone, die zusammen mit einem Zentauren durch den Wald zu laufen schienen. Elunes Augen weiteten sich erstaunt. Sie kannte den Zentauren! „Auch diese Beiden laufen genau in eine der Fallen meiner Töchter. Schon bald werden dir alle hier Gesellschaft leisten.“ Morrigan wartete auf eine Erwiderung, doch Elune hüllte sich in Schweigen. Dann würde sie eben noch eine letzte Überraschung hervorzaubern. Plötzlich änderte sich die Umgebung, die die Kristallkugel zeigte. Elune erkannte erstaunt die zerbrochenen Säulen des Mondreiches und mitten darin lagen sechs Mädchen. Was bei der Göttin machten die Mädchen auf dem Mond? Plötzlich stand Metaria auf und stürzte sich auf Bunny. Morrigan genoss gerade zu den Schecken in Elunes Gesicht, während Metallia Bunny würgte. Dann tauchte ein alter Mann auf und stieß Metallia davon, nur um dann selbst wie tot auf dem Boden zu landen. Elune sah das helle Licht eines Silberkristalls aufleuchten und nachdem das Bild eine Weile verschwommen war, entdeckte sie wie vier der Mädchen auf und neben den Mann lagen während Naru und Metaria zusahen. Dann verlöschte die Kugel wieder und Morrigan lachte. „Metallia wird sich in kürze um die Mondprinzessinnen und die Wächerinnen gekümmert haben. Ausserdem hat sie einer weiteren von uns einen Weg in diese Welt geebnet. Du hast endgültig verloren Elune! Sie das endlich ein!“ Doch Elune verzog weiterhin keine Miene. Jedoch in ihren Kopf rumorte es und auch Verzweiflung machte sich breit. Wenn alle Kriegerinnen gefangen waren und die Mondprinzessinnen vernichtet wurden, war alles verloren. Avalon, Albion und die Erde. Doch dann rief sie sich zur Raison. Wenn sie solche Gedanken zuließ würde sie bald ein leichtes Ziel für die Dämonen sein. Noch ist es nicht soweit und Elune vertraute noch immer darauf, dass Metaria schlussendlich über den Dämon in ihr Triumphieren würde. Und wer war dieser Mann gewesen? Elune war sich nicht sicher. Sie war sich langsam überhaupt nichts mehr sicher, nur dass sie auf die Mondprinzessin und ihre Leibgarde vertrauen musste und das fiel ihr angesichts der Bilder, die Morgaine ihr gezeigt hatte alles andere als leicht. Sie musste sich auf ihren Tod vorbereiten.
Dieses Werk wurde am 18.03.2010 16:49 Uhr eingereicht und wurde bereits 0mal bewertet.
Umsetzung = Wie ist die Idee des Werkes verwirklicht wurden?
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Stil = Gibt es gravierende Fehler oder ist das Werk stimmig?
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