Royal Legacy Teil 27 von Tiara
Bewohner des Mondes
Die Mädchen näherten sich den Mondpalast immer weiter. Hier in Menos Geist schien er überhaupt nicht beschädigt zu sein und Kirasuki staunte über seine Pracht. „Und hier hat die Familie der Königin gelebt?“ Sailor Moon nickte, fügte jedoch hinzu. „Hier hat unsere Familie gelebt.“ Was ihr einen erstaunten Blick von Lilith und Kirasuki einbrachte. „Ich weiß nicht, in wie weit wir miteinander verwandt sind, aber wir gehören alle zu einer Familie, nicht?“ Bunny lächelte dabei die beiden an, und auch Chibimoon, musste dem zustimmen. Denn abgesehen von den beiden wussten weder Kagami noch Kirasuki wer ihre wirklichen Eltern waren. Aber was Bunny sagte stimmte. Ob sie nun Serenitys Schwestern waren oder die Kinder einer entfernten Verwandten. Sie gehörten zu einer Familie. Bunny hatte gerade Kirasuki umarmt, als ein lautes, bösartiges Lachen hinter ihnen ertönte. Als sie sich umdrehten, entdeckten sie einen Schattenartigen Dämon mit silberner Maske und zwei Schwertern in seinen Händen. „Ja wen haben wir den da? Ihr seid zwar nicht das Ziel, jedoch wird es mir eine Freude sein, euch aufzuschlitzen.“ Schnell verteilten sich die Sailors und Kirasuki sprang hinter eine Mauer. Hinter sich hörte sie wie Sailor Moon, Sailor Lilith und Sailor Chibimoon auf den Dämon losstürzten. Vielleicht konnte sie den Dämon umgehen. Kirasuki lief an der Mauer entlang und erhaschte, als sie von einen geschützten Platz zu nächsten lief, immer wieder ihre drei Freundinnen, welche auch ihre Kräfte einsetzten. Jedoch schien ein Erfolg auszubleiben. Sie bog gerade um eine Ecke nur um von etwas großen schwarzen getroffen zu werden. Einen Sekundenbruchteil später stand sie mit dem Rücken zur Wand und spürte eine kalte Klinge an ihrem Hals. Ihr Köcher drückte in ihren Rücken und der Bogen, den sie in ihrer Hand gehalten hatte, lag auf dem Boden. Vor ihr stand ein schwarzer Ritter mittleren Alters. Seine Haare waren schwarz, doch an seinen Schläfen bildete sich bereits graues Haar. Ein Silberner Reif umspannte seinen Kopf, doch nur hinten war er sichtbar. Auf seiner Stirn wurde er von mehreren Haaren verdeckt. Jedoch erkannte man sofort mehrere, kleine Schnittwunden, unter anderem auf beiden Wangen. Doch am auffälligsten waren seine Augen. Sie waren klar und dunkel und spiegelten Entschlossenheit wieder. Dann erinnerte sie wieder das Schwert an ihren Hals. „Wenn du glaubst, dass ich dich verschonen werde Dämon, nur weil du die Gestalt eines Mädchens angenommen hast, hast du dich geirrt.“ Seine Stimme war kalt, jedoch frei von Hass oder Wut. Es hörte sich schlicht nach einer Tatsache an. „Ich bin kein Dämon!“ sagte Kirasuki schnell bevor der Mann, der Menos sein musste, irgendetwas tun konnte, was er vermutlich später bereuen würde. „Noch mehr Lügen.“ Jedoch drückte die Klinge nicht mehr so in ihren Hals. Oder holte er nur ein bisschen aus? Wenn sie jetzt ein falsches Wort sagte, war die Sache gelaufen. „Ich sage die Wahrheit, Menos.“ Kirasuki betete, dass sie mit dem Namen richtig lag. Und tatsächlich, schien der Mann bei dem Klang seines Namens zu erstarren. Sofort hackte sich nach: „Du bist doch Menos, oder?“
Er zögerte zuerst, nahm dann das Schwert etwas herunter und ließ den Dämon in Gestalt eines Mädchens nicht aus den Augen. Menos hatte es ihn genannt. Er kannte diesen Namen, ja sogar gut. Ausserdem fühlte er sich richtig an. Doch wieso musste er über seinen eigenen Namen nachdenken? Verzauberte sie ihn etwa? Nein. Das Mädchen zitterte leicht als hätte sie Angst vor ihm, jedoch unternahm sie keinen Fluchtversuch oder griff ihn an, als der das Schwert zurücknahm. „Diesen Namen habe ich schon lange nicht mehr gehört.“ Das Mädchen nickte, als würde sie ihm glauben und Menos wunderte sich selbst über seine Worte. Tatsächlich hatte er ihn vor und auch in der Schlacht mehrfach gehört. Doch wieso fielen ihm dazu keine konkreten Beispiele ein? Er betrachtete sie genauer. Sie trug ihre schneeweißen Haare zu einen Zopf gebunden und einen Köcher mit Elbenpfeilen auf ihren Rücken. Ihre grünliche Kleidung bestand aus einem Oberteil mit Schleife und einen grünen Rock über der sie eine leichte Elbenrüstung trug. Etwas Derartiges hatte er bisher noch nie gesehen. „Na schön, ich schenke dir ein paar Minuten deines Lebens. Sollte mir jedoch nicht gefallen, was du zu sagen hast, Dämon, werde ich dich töten, und deine Gefährten, die gerade dieses Schauspiel da drüben veranstalten auch.“ Das Mädchen nickte schnell und um Menos Geduld nicht auf die Probe zu stellen begann sie auch sofort zu reden. „Wir, das heißt meine Freundinnen und ich, sind hergekommen um dich bei deinem Kampf zu unterstützen. Wir kommen von weither und darum fehlt uns etwas der Überblick.“ Menos sah sie weiterhin misstrauisch an. „Von wo kommt ihr her?“ Jetzt wurde es kompliziert. Kirasuki glaubte kaum, dass er ihr die wilde Geschichte abkaufen würde, die sie seit etwa zwei Wochen erlebte, jedoch musste sie ihm etwas sagen. „ Wir kommen aus der Zukunft. Als wir in Avalon waren bekam eine von uns einen Traum und so sind wir hierhergekommen.“ Das war einmal eine ungewöhnliche Information. Sie leugnete gar nicht, dass sie von der Erde stammte, sondern sagte auch noch, dass sie in Avalon gewesen war. Jedoch lächelte Menos kalt als hätte er sie bei einer Lüge ertappt. „Avalon kann nicht mehr betreten werden. Das war deine letzte Lüge Dämon!“ Tatsächlich tat er nur so, als würde er sie töten wollen. Diese Geschichte dass sie aus der Zukunft stammte war zwar abwegig, aber nicht unmöglich. Ausserdem spürte er, dass sie ihm bei weitem noch nicht alles gesagt hatte, was sie wusste. Sie jetzt zu töten wäre ein Fehler, doch das wusste sie nicht und so konnte sie sich vielleicht verplappern. „Aber das ist keine Lüge! Wir sind dorthin gereist um unsere Kräfte zu verstärken!“ Menos wusste, dass das nicht frei erfunden war. Er hatte selbst erlebt, wie die Magie in Avalon die Kraft von jemandem um ein vielfaches verstärken konnte. Tatsächlich? Wann hatte er das erlebt? Was war nur mit ihm los? Ihre Waffen stammten allerdings sicher aus Avalon, denn er hatte schon selbst mit einem derartigen Bogen trainiert. Und wieder hörte er eine Stimme in seinem Hinterkopf: Ach tatsächlich? Wann war das den gewesen? Menos verdrängte diesen Gedanken. Was war nur mit seinem Kopf los? Menos war verwirrt und auch ein wenig zerknirscht, dass er sich nicht erinnerte. Er wollte gerade eine weitere Frage stellen als sie ein Krachen aufmerken ließ. Offenbar war der Dämon für die drei zu stark, denn Kirasuki erhaschte einen Blick auf Chibimoon, welche sich erschöpft aufrappelte. Und dann änderte sich plötzlich Kirasukis gesammte Körpersprache. Und anstatt Angst strahlte ihm nun ein starkes Selbstbewusstsein entgegen „Weißt du was, Menos. Wir sind zwar hier, weil wir dir helfen wollten, aber ich werde auf keinen Fall zusehen, wie meine Freunde in Schwierigkeiten stecken, während du jedes Wort das ich sage analysierst. Ich werde jetzt versuchen meinen Freundinnen zu helfen!“ Dann, ohne sich weiter um Menos zu kümmern, schnappte sie sich ihren Bogen und kletterte auf ein Haus um einen Pfeil abzuschießen. Da war Menos erst einmal eine Sekunde baff. Er hätte sie innerhalb weniger als einer Sekunde töten können, was ihr definitiv auch klar war und trotzdem hatte sie ihn stehen lassen. Die Kleine hatte Format. Fast so wie… ja wer? Schon wieder eine dieser Gedächtnislücken! Menos seufzte. So konnte das doch nicht weitergehen. Sie hatte ihn neugierig gemacht und er musste mehr erfahren also beschloss er sie erstmal weiterhin zu beobachten und dann, wenn es er der rechte Moment war, zu handeln.
Kirasuki entdeckte erschrocken, dass die drei Sailors auf dem Boden lagen. Der Dämon war einfach zu stark! Sie legte geschwind einen Pfeil auf ihren Bogen und drehte sich nach Menos um. Dieser war jedoch verschwunden. Fluchend konzentrierte sie sich wieder auf den Dämon und spannte den Bogen. Sie zielte auf den dunklen Kristall in der Mitte der Maske und schoss den Pfeil, der mit elbischer Magie durchtränkt war ab. Der Pfeil traf genau ins Schwarze und der Dämon heulte wütend und erschrocken auf, als die Elbenmagie ihn wie ein Blitz traf, dann drehte er sich nach dem Störenfried um. „Verdammt!“ Obwohl sie getroffen hatte, hatte der Pfeil kaum eine Wirkung gezeigt. Schnell fasste sie nach einen Neuen Pfeil und legte ihn auf die Sehne. Doch ihr zweiter Pfeil wurde von dem Dämon lässig aus der Luft gepflückt. Er hob gerade seine Schwerter um sie in drei Stücke zu zerteilen, als etwas Schwarzes über ihn auftauchte. Eine silberne Klinge stieß von oben auf den Kopf des Dämons herab und eine helle Energie schien von der Klinge in den Dämon zu fließen, während er sich langsam auflöste.
Dann landete Menos sicher auf dem Dach eines anderen Hauses und betrachtete die vier Mädchen von oben herab. Er wusste nicht, warum er ihnen geholfen hatte. Der Dämon würde wiederkehren, denn das tat er immer. Die Weißhaarige mit dem Zopf war sofort zu anderen dreien gerannt. Sie alle hatten die gleiche Frisur doch unterschiedliche Haarfarben. Pink, Blond und Dunkelgrün. Menos erkannte auch die Kleidung. Es waren Sailorfukus. Jedoch kannte er jede einzige Kriegerin des Sonnensystems, und die drei waren nicht dabei. „Wir sind aus der Zukunft!“ Fielen ihm da die Worte der Weißhaarigen ein. Am logischsten wäre ein Rückzug gewesen um die neue Situation zu analysieren, doch früher oder später musste er sich mit ihnen auseinandersetzten und vor dem Dämon sollten sie, zumindest eine Weile, Ruhe haben. Den Gedanken, dass es sich bei den vier Mädchen um Dämonen handelte, die ihm was vorspielten, hatte er verworfen, als er Kirasukis Reaktion auf ihre Schwierigkeiten beobachtet hatte. Nur beste Freundinnen und Kampfgefährtinnen kämpfen so und derartige Gefühle gab es bei Dämonen nicht. Dort war sich so ziemlich jeder selbst der nächste. Da sprang er auf den Boden und ging langsam auf die Mädchen zu. Seine Wunde schmerzte, doch er versuchte sie nicht zu beachten. Er durfte keine Schwäche zeigen. Als die anderen drei ihn entdeckten weiteten sich ihre Augen erstaunt. Keiner von ihnen hatte erwartet, dass der Krüppel, in dessen Geist sie eingedrungen waren, einmal ein so gutaussehender Mann gewesen war. Eine Weile starrten die vier ihn an, dann trat die Blonde mit dem goldenen Halbmond auf der Stirn vor. „Danke, dass du uns geholfen hast, Menos. Kirasuki…“ sie war der Weißhaarigen einen Blick zu. „hat eben erzählt, dass sie dir bereits begegnet ist.“ Menos sagte nichts darauf, sondern betrachtete jede von ihnen genau. Dieser goldene Halbmond auf ihrer Stirn erschien ihm seltsam vertraut. Doch fiel ihm nicht ein, was dieses Zeichen bedeutete. Die dunkelhaarige, schien schwächer zu sein als die anderen beiden Senshi, was er am Schmuck ihres Fukus erkennen konnte. „Ihr scheint meinen Namen zu kennen, doch wer seid ihr?“ Diese Frage schien die blonde nicht zu erstaunen und sie verneigte sich höflich. „Mein Name als Sailorkriegerin ist Sailor Moon und meine Freundinnen heißen Sailor Lilith….“ sie nickte der dunkelhaarigen zu „… und Sailor Chibimoon.“ Damit meinte sie die die kleine, mit den rosa Haaren, welche sich höflich verbeugte. „ Unsere Irdischen Namen sind jedoch sind…“ Bunny wollte gerade anfangen, als ihr einfiel, dass die Kagamis und Kirasukis Nachnahmen gar nicht wusste, so unterbrach sie sich und nannte nur ihre Vornamen „….Chibiusa, Kagami, Kirasuki und Usagi, jedoch nennen mich alle Bunny.“ Bunny…. Lilith…. Menos runzelte seine Stirn. Diese Namen ließen plötzlich etwas in seinem Hinterkopf klingeln. Er kannte diesen Namen, ja er kannte auch diese Stimme des Mädchens, wusste jedoch nicht woher. Bunny schien seine nachdenkliche Miene aufzufallen, sagte jedoch nichts. Da brach er die sie ausbreitende Stille mit der Frage. „Kennen wir uns vielleicht Bunny?“ Ihr Blick sagte ihm, dass dem so war, doch Bunny antwortete vorsichtig. „Nicht in dieser Zeit.“ Aber wieso erinnerte er sich dann an sie, wenn sie sich erst in der Zukunft kennen lernen würden. Das machte keinen Sinn. Auch machten die anderen drei betretene Mienen, so wie seine Töchter es immer getan hatten, wenn sie nicht wussten, wie sie es ihm beibringen sollte. Moment, Töchter? Er hatte Töchter? Ja, die hatte er, doch mehr fiel ihm dazu nicht ein. Verdammt! Wieder eine Wissenslücke. „Was ist los mit euch?“ Die vier sahen ihn verwirrt an und schienen nicht zu verstehen was er meinte. „Ich kenne diesen Gesichtsausdruck. Was wollt ihr mir sagen?“ Bunny seufzte. „Menos,“ begann sie und unterbrach sich, offenbar war es eine schlechte Nachricht. „Menos, wir sollten uns woanders unterhalten. Das was wir dir erzählen werden, könnte länger dauern und nichts davon wird dir gefallen.“ Dann sah sie ihm direkt in die Augen und fügte vorsichtig hinzu: „Ausserdem wirst du einiges davon auch nicht glauben wollen!“ Menos nickte langsam. Na gut, dann wechselten sie eben den Ort. „Kommt mit, ich bringe euch zu einem Ort wo ich mir deine Geschichte anhören werde. Dort sollte der Dämon, der eben verschwunden ist, uns nicht finden, wenn er zurückkehrt. Erschrocken riss Bunny die Augen auf. „Zurück? Du hast ihn doch besiegt!“ Doch Menos schüttelte den Kopf. „nur zerstreut. Er kommt immer zurück und jedes Mal ist er stärker.“ Das schien die Mädchen doch zu erschrecken, denn sie beschleunigten den Schritt. Er führte sie in eine verlassene Wachstube. An den Wänden hingen einige nichtmagische Waffen und in der Mitte des Raumes stand ein Großer Tisch mit mehreren Bänken darum. Er ließ sich auf einer Bank nieder und die Mädchen nahmen auf der Gegenseite Platz, dann ergriff Bunny, welche wohl die Anführerin der vier war, das Wort. „Menos, auch wen dir diese Geschichte unglaublich erscheinen wird, möchte ich dich jedoch bitten mich nicht groß darin zu unterbrechen. Auch möchte ich dich bitten sie bis zum Schluss anzuhören und zuerst darüber nachzudenken, bevor du uns als Lügner darstellst oder etwas anderes dergleichen tust.“ Menos stimmte der Bedingung zu. Viel schlimmer als es jetzt schon war, konnte es nicht mehr werden, doch er sollte sich irren. Bunny begann mit der Ausgangssituation, dem Fall des Mondreiches. Sie erzählte, dass Königin Serenity sich geopfert hatte um ihrer Tochter und allen anderen, welche gestorben waren, ein neues Leben zu ermöglichen. Soweit wusste Menos, dass ihre Geschichte stimmte, er erinnerte sich klar daran. Er hatte gespürt, wie ihr Geist entschwunden war, was nur ihren Tod bedeuten konnte. Doch als Bunny begann von der Wiedergeburt der Senshi zu reden. Von Metallia, den Generälen, ihren wiedererwachten Kampfgefährtinnen, ja von ihrer Reinkarnation der Mondprinzessin, blieb Menos nichts anderes übrig als stumm ihren Vortrag zu lauschen. Sie erwähnte auch das Dämonentor, welches sich bald wieder öffnen sollte und auch, dass sie von Metaria, dieser Name weckte schlimme Erinnerungen in ihm, nach Avalon gebracht worden waren um stärker zu werden. Sie erzählte auch, dass Avalon im Chaos versunken war und dass Elune, Menos kannte diesen Namen auch irgendwie, gewaltig in der Klemme steckte. Schließlich erzählte sie von dem Traum, den sie von ihm und der Königin gehabt hatte. Da erinnerte sich Menos an die Begebenheit. Er hatte die Kinder in Sicherheit gebracht um dann zurückzukehren. Da war Metallia ihm in den Weg gekommen…. Und dann…wusste er wieder nicht weiter. Es war zum aus der Haut fahren. Jedoch hatte Sailor Moon an diesem Punkt die Erzählung unterbrochen. Menos sah Sailor Moon an, dass jetzt wohl die schlimmste Nachricht auf ihn wartete. Er atmete noch einmal tief durch und bat Bunny weiterzureden. Da erzählte Bunny, dass sie zusammen mit noch zwei anderen, eine davon war Metaria, die andere die noch nicht erwachte Wiedergeburt von Sailor Susanoo, auf den Mond gereist war um dem Traum auf den Grund zu gehen, während ihre Freundinnen die Prüfungen absolvieren wollten. Als sie dann von ihrer Begegnung mit einem älteren, blinden Mann erzählten, der offenbar sein Gedächtnis verloren hatte, stockte Bunny mehrere Male. Sie erzählte auch dass Metallia eine Chance ergriffen hatte um die Mädchen anzugreifen und dass der Geist des Mannes von dunkler Magie befallen worden war, nachdem er ihr das Leben gerettet hatte. Und dann, erzählte sie, waren sie in den Geist des Mannes eingetaucht um ihm beizustehen und da endete die Geschichte. Menos brauchte mehrere Sekunden um zu begreifen, was sie versuchte ihm mitzuteilen. Sie wollten damit sagen, dass er jener blinde Mann war und dass sie sich nun alle in seinem Geist aufhielten. Menos glaubte davon kein Wort, jedoch hatte er am Anfang der Erzählung versprochen zuerst darüber nachzudenken, bevor er ihre Geschichte als Erfindung abtat. „Entschuldigt mich.“ Tatsächlich hätte er am liebsten die vier vor die Tür gesetzt um sie das nächste Mal vom Dämon zerfleischen zu lassen. Doch versprochen war versprochen und langsam und kritisch ging er die ganze Geschichte, vor allem alles was ihm betraf durch und versuchte einen Gegenbeweis zu finden, dass die Geschichte nicht stimmen konnte. Doch je mehr er darüber nachdachte, desto mehr kam auch die Erinnerung zurück. Jetzt erinnerte er sich an ein helles Licht und die darauffolgende Dunkelheit. Er erinnerte sich an die sanfte Stimme Bunnys und an ihre Wärme, die nach einer langen Zeit der Finsternis in sein Leben trat. Er erinnerte siech auch an das Gefühl des Hasses, das versucht hatte sie zu töten und die darauf folgenden Schmerzen, die über ihn gekommen waren. Nur um ihn hier her zu bringen. Dieser Kurze Kampf mit Metallia, in dem er eigentlich keine Chance gehabt hatte, hatte etwas in ihm wieder erweckt. Es war ihm klar geworden, dass er ein Ritter war und es seine Pflicht war andere zu beschützen und als er hier wieder zu sich gekommen war, hatte er wie selbstverständlich auf seine alten Fähigkeiten zurückgegriffen, die er eigentlich seit einem Jahrtauschend nicht mehr benutzt hatte. Verdammt die Geschichte stimmte!!!! Ein Geräusch hinter ihm ließ ihn herumfahren und er stand Kirasuki gegenüber. Diese sah ihm seine Erkenntnis an und legte ihre Hand auf seine Schulter. „Ich fühle mich hilflos.“ Menos waren diese Worte aus dem Mund herausgerutscht, bevor er sich ihrer bewusst war. „Glaub mir, ich weiß genau was du meinst.“ Antwortete sie und Menos sah ihr an, dass es stimmte.
Während die vier Mädchen die Reise ins innere von Menos machten, warteten Naru und Metaria auf ihre Rückkehr. Metaria hatte einen Rucksack unter Menos Kopf gelegt und betrachtete ihn nachdenklich. Naru übte gerade einige Kampfbewegungen mit dem Speer, als plötzlich eine junge Frau vor ihnen auftauchte. Metaria erkannte Parallelen aus dem Traum von Bunny. Sie hatte einen blauen Halbmond auf der Stirn und hellblaue, zu knotengebundene Haare. Sie trug ein langes, schlichtes, weißes Kleid, das entfernt an eine der Roben erinnerte, die Metaria immer bei den Priesterinnen auf Avalon gesehen hatte. Als Metaria mit ihren Geist nach ihr tastete, stieß sie auf eine mentale Wand, die nicht ohne weiteres zu überwinden war. Das hier war definitiv eine Angehörige des Ordens, wenn nicht sogar eine Priesterin. „Seid gegrüßt,“ Metaria verneigte sich respektvoll und berührte mit der rechten Hand das Diadem auf ihrer Eigenen Stirn. „Ich grüße euch, Schwester aus Avalon.“ Die Priesterin sah Metaria erstaunt an. Offenbar hatte sie nicht diese traditionelle Art der Begrüßung erwartet. Naru sah beide zuerst etwas verwirrt an, dann verneigte sie sich ebenfalls respektvoll. „Seit einem Jahrtausend, ist niemand mehr hier her gekommen, und da erzählen mir meine Schwestern von einem Schatten der zurückgekehrt wäre.“ Metaria verneigte sich knapp. „Ich versichere euch, dass der Schatten euch nicht schaden wird. Dafür werde ich Sorgen, Priesterin.“ Die Priesterin nickte und sagte: „Ihr könnt mich Celestia nennen, aber nennt mich nicht Priesterin, denn ich habe niemals das Ritual einer Priesterin vollzogen.“ Dann ging sie zu Menos, der seit einiger Zeit ruhig schlief. „Ich spüre großes Übel in ihm und auch vier Sterne, die versuchen seine Dunkelheit zu erleuchten. Lange haben wir versucht ihn zu finden und seine körperlichen und seelischen Verletzungen zu behandeln, doch immer verschwand und versteckte er sich vor uns. Wir wissen nicht einmal seinen Namen.“ Naru lauschte erstaunt der Erzählung Celestias. Sie wollte nicht unhöflich erscheinen, aber plötzlich vor ihnen aufzutauchen, nachdem sie schon seit Wochen hier waren, frustrierte sie doch etwas. „ Sein Name ist Menos. Und darf ich fragen warum ihr ausgerechnet jetzt auftaucht?“ Celestia sah sie zuerst nachdenklich an, dann lächelte sie. „Kurz und knapp, so mag ich es. Wir waren uns nicht sicher, was ihr hier wolltet und wer ihr wart. Unseren Informationen zufolge waren sämtliche Sailorkrieger bei der großen Schlacht gefallen. Und dass hier plötzlich welche auftauchten gab uns zu denken. Wir hielten es für klüger uns zu verbergen.“ Celestia setzte sich neben Menos um ihn sich genauer anzusehen. Ja, sie hatte selbst lange nach ihm gesucht, doch nachdem sie ihn endlich gefunden hatte, konnte sie ihm nicht helfen. „Warum seid ihr jetzt gekommen?“ hakte Naru nach. Celestia lächelte. „die Kraft eines Silberkristalls kann nicht nachgeahmt werden und jeder, der seine Kraft schon einmal wahrgenommen hat, wird sie wiedererkennen. Als das kleine Mädchen den Silberkristall nutzte um den Schatten zu schwächen waren wir uns sicher, dass von euch keine unmittelbare Gefahr droht.“ Dann stand sie auf und rief einige Fremde Worte. Mehrere Jugendliche von etwa Narus Alter kamen mit mehreren Tragen aus den Ruinen. „Ich würde ihn und eure Freundinnen gerne mit in unser Dorf nehmen. Es wäre ausserdem schön, wenn ihr uns begleiten würdet.“ Ein derartiges Angebot konnten die beiden unmöglich ausschlagen und so machten sie sich auf den Weg.
Dieses Werk wurde am 18.03.2010 16:50 Uhr eingereicht und wurde bereits 0mal bewertet.
Umsetzung = Wie ist die Idee des Werkes verwirklicht wurden?
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Stil = Gibt es gravierende Fehler oder ist das Werk stimmig?
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