Wer ist Haruka wirklich? - Kap 11 von ChiruKaio (11 Klicks)
Ja, ich weiß ich bin ein Faules etwas....
*seufz*
Hoffe jemand ließt des überhaupt noch... na ja egal...


Wer ist Haruka wirklich?

Kapitel 11 – Zurück oder doch weiter?

Schnell wie der Wind lief sie durch den Wald. Es war als würde sich ein Weg vor ihr bilden und irgendwie glaubte sie diesen selbst mit verbundenen Augen laufen zu können.
Irgendetwas zog sie immer weiter in diesem Wald hinein, doch der Weg hörte nicht auf. Doch dann wichen die hohen Bäume und Pflanzen etwas und gab eine kleine Lichtung frei. Verwundert sah sich die Windkriegerin um und bemerkte drei verschiedene Wege die von dieser fortführten. Links und rechts von ihr befanden sich aus Stein behauene Bänke, die jedoch mittlerweile von Moos und Ranken überwachsen waren und erst auf dem zweiten Blick als solche zu erkennen. Der dritte Raum zwischen den anderen zwei Wegen war jedoch frei. Langsam ging sie darauf zu und wunderte sich, warum dort nun keine Bank war.
Dann spürte sie es, eine leichte Energie schien von diesem Punkt auszustrahlen, was Haruka jedoch nur noch neugieriger machte. Erst als sie nur noch fünf Schritte von diesem Punkt entfernt war erkannte sie, dass auch dies nicht wirklich leer war. Es war wie eine Steinplatte, doch was hatte eine solche im Wald zu suchen? Langsam ging sie näher und besah sich die von sämtlichen Pflanzen umrankte Steinwand an. Die Seiten links und rechts schienen wie Säulen und wurden von wilden Rosen fast vollständig verborgen. Ganz schwach war ein Relief zu erkennen, innerhalb dieser Wand oder… nein es war gar keine Wand, eher eine Art Tor. Doch passte dies nur noch weniger in diesen Wald hinein. Nirgends waren Trümmer zu erkennen, die dieses Tor in irgendeiner Form erklären könnten.
Sich ein Herz greifend trat Haruka näher und wollte die Rankenpflanzen wegstreifen um sich das seltsame Bauwerk näher anzusehen. Bevor sie jedoch zwei Schritte weiter gehen konnte landete vor ihr ein Pfeil im Boden und fünf Gestallten sprangen vor den scheinbaren Durchgang.
„Verschwinde von hier! Du hast hier nichts verloren.“
„Warum sollte ich?“
„Wir werden nicht zulassen, dass jemand an das Tor kommt!“
Da die blonde Windkriegerin jedoch nicht weichen wollte und keine Anstalten machte zu gehen, griffen die unbekannten Kriegerinnen sie auch schon an. Nur knapp konnte diese ausweichen, stürzte dabei jedoch und stieß sich ihren Kopf an einem Baumstumpf und ihr wurde schwarz vor Augen.

Genau in diesem Moment wachte diese im Hotel auf und brauchte einen Moment der Orientierung um zu erkennen, dass der Angriff nur im Traum vorhanden war. Dennoch war irgendetwas anders. Die Mutlosigkeit welche sie seit einiger Zeit bereits hatte und die Traurigkeit nach dem Anruf bei Michiru war wie weggeblassen. Sie hatte ein Ziel und obwohl sie es nicht beschreiben konnte wusste sie nun, wo sie zu suchen hatte.
Schnell war ein Rucksack gepackt, viel besaß sie ja nicht. Sämtliche Bücher hatte sie bereits am Vortag zurück gegeben. Nur ein Buch hatte sie sich gekauft, eines über die Legende von zwei Welten und deren Königsfamilien. Sie hatte einfach das Bedürfnis gehabt, dies zu besitzen und vielleicht half es ihr ja wirklich weiter. Nicht zuletzt da auch dort eine Art Karte der alten Gegend abgebildet war obwohl diese nur entfernt mit der Wirklichkeit zu verbinden war. Auch dieses Buch fand den Weg in den Rucksack sowie ihre Notizen und ein paar Sachen zum Wechseln die sie sich zugelegt hatte, mehr besaß sie nicht.
Gedankenverloren sah die blonde Frau daraufhin aus dem Fenster auf die Straße hinaus und spielte etwas mit dem Amulett. Unbemerkt von ihr leuchtete dieses kurz auf und neben ihr erschien Yasmina oder wie die andere Kriegerin wirklich hieß.
„Du hast dich entschieden?“
„Wofür?“
„Ob du den Weg weiter gehen willst oder zurück?“
„Ich kann nicht zurück, solange ich nicht die Wahrheit kenne.“
„Gut, ich bin bei dir.“
„Ich weiß…“
„Ein Teil von dir…“
„Ja…“

Langsam wand sich Haruka vom Fenster ab und sah zu der Lichtgestalt ihrer selbst, wenn man dies so sehen konnte. Ruhig nickten sich die Beiden zu bevor die Kriegerin verschwand. Daraufhin griff die Blonde nach dem Rucksack und ging aus dem gemieteten Zimmer um sich bei der Rezeption abzumelden und eben die Suite zu kündigen.
Noch wusste sie zwar nicht was geschehen würde. Dennoch hatte sie das Gefühl, dass es ihr bisheriges Leben für immer verändern würde und sie ahnte nicht so schnell an diesen Ort zurück zu kehren. Ob sie dies jedoch gut oder schlecht heißen sollte wusste sie nicht zu sagen.

Gegen Mittag erreichte Haruka daraufhin ihr Ziel. Ausgehend vom früheren Königspalast, jedenfalls laut der angefertigten Karte, machte sie sich auf den Weg in Richtung des Waldes. Sie wusste, dass dort sich ihre Zukunft entscheiden würde und egal was geschah, sie würde für eine Friedliche mit Michiru kämpfen. Niemals wollte sie diese in Gefahr bringen eher würde sie dieser nur noch aus der Ferne beobachten und schützen wollen, sollte es notwendig sein. Was sie jedoch nicht hoffte.

Einige Zeit lief Haruka bereits, durch den Wald. Es wunderte sie, dass der Weg so gepflegt aussah, als ob öfter hier Menschen spazieren gehen würden. Doch konnte sie es nicht ganz glauben. Bis sie zu einem Rastplatz kam. Von denen sie sich 2 Wege aussuchen konnte, wollte sie nicht zurück kehren. Der Platz ähnelte diesem aus ihrem Traum, und dennoch war er anders. Neugierig sah sie sich um, und entdeckte auch hier wieder eine steinerne Bank. Sie war jedoch anders als die ihr bekannte, nicht so stark mit Moos bedeckt, obwohl man das Alter trotzdessen noch erkennen durfte.
Seufzend ließ sie sich auf diese Bank nieder um zu überlegen, welchen Weg sie nehmen sollte. Von hier aus schienen Beide irgendwie tiefer in den Wald zu führen. Sie sah nicht einmal einen Unterschied zwischen den Wegen. Dennoch bezweifelte sie, dass jeder sie an ihr Ziel führen würde. Nein, wahrscheinlicher wäre es eher, wenn keiner sie zu diesem vermeintlichen Tor führen würde.

Da sie vorerst aber keine Entscheidung treffen wollte, stärkte sie sich etwas mit ihrem Proviant und nahm den Anhänger in die Hand.
„Kannst du mich nicht führen?“ fragte sie sich leicht seufzend, doch geschah daraufhin nichts.
„Wohl nicht…. Na, dann lassen wir doch einmal das Glück entscheiden.“
Entschlossen ihren Weg fortzusetzen kramte sie eine Münze aus ihrer Tasche und warf sie so in die Luft, dass diese sich ständig um sich selbst drehte. Wenn sie sich selbst schon nicht entscheiden konnte. Vielleicht hatte sie ja Glück und würde so den richtigen Weg einschlagen.

Doch welcher Weg würde es werden? Welcher würde ihr Weg in die Zukunft sein?
Dieses Werk wurde am 30.05.2010 19:20 Uhr eingereicht und wurde bereits 0mal bewertet.
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